Rostock

Stadt: Teepott ist nicht in Gefahr

Blick auf den Teepott, dahinter der Leuchtturm von Warnemünde.

Blick auf den Teepott, dahinter der Leuchtturm von Warnemünde.

Rostock. Die Sorgen um den Teepott waren groß: Der Zustand des Warnemünder Wahrzeichens sei extrem schlecht, hieß es zu Jahresbeginn. Eine grundhafte Sanierung sei dringend notwendig. Und die Eigentümerin, die Friedemann Kunz Familienstiftung, würde die Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro dafür auch stemmen – wenn sie die Teepottflächen als Sicherheit erwerben darf. Doch die Stadt lehnte das ab. Denn Grundstücke im ufernahen Bereich verkaufe sie nicht, so die Begründung.

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Die Stadt teilt auf OZ-Anfrage nun auch mit, dass der Teepott gar nicht so marode sei, wie bisher angenommen. Demnach habe sich das Amt für Denkmalpflege von Vertretern der Eigentümerin detailliert den baulichen Zustand erläutern lassen. „Klargestellt wurde, dass die bauliche Grundstruktur keine Schäden aufweist und damit die konstruktive Sicherheit für das Gebäude gegeben ist“, sagt Stadt-Sprecher Ulrich Kunze.

„Normaler Verschleiß“

Das bisher dargestellte Schadenbild betreffe den Innenausbau. Hier sei teilweise bei den letzten Umbauten unsachgemäß gearbeitet worden, zum Beispiel wurden Brandabschnitte nicht ordnungsgemäß abgeschottet, so Kunze. „Des Weiteren sind Fußbodenaufbauten und Versorgungsleitungen teilweise marode, was der intensiven gastronomischen Nutzung geschuldet ist.“

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Nach der letzten Sanierung 2002 seien 16 Jahre vergangen, „in denen der normale Verschleiß vorangeschritten ist und daher jetzt umfangreiche Sanierungsmaßnahmen anstehen“, so der Rathaussprecher weiter. Da keine unmittelbare Gefahr für das Denkmal bestehe, sei ein Eingreifen der Denkmalbehörde derzeit nicht erforderlich. „Jedoch wird der bauliche Zustand sorgfältig beobachtet“, sagt Kunze.

Unveränderte Position der Eigentümerin

Wie Arno Pöker, Geschäftsführer der R. Kossow & Levermann Immobilien Verwaltungs GmbH, miteilt, hat die Friedemann Kunz Familienstiftung „die abschließende, schriftliche Mitteilung der Hansestadt zur Ablehnung unseres Kaufantrages Mitte Juni dieses Jahres erhalten“. Gespräche mit der Hansestadt habe es danach nicht mehr gegeben. „Wir bedauern die Ablehnung unseres Antrages“, sagt Pöker.

Die Position seines Unternehmens zum Teepott sei aber unverändert. „Wir sind bereit und in der Lage umgehend ein umfängliches, ganzheitliches und nachhaltiges Sanierungskonzept für den Teepott auf den Weg zu bringen und auch umzusetzen“, sagt Pöker. Ein solches Konzept sei notwendig und sinnvoll. „Zur Umsetzung benötigen wir jedoch das Eigentum an den Teepottflächen“, so Pöker. Aktuell hat die Stiftung für das Grundstück einen Erbbaupachtvertrag.

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Wornowski André

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