Buckelwal in Ostsee

Wal „Bucki II“: Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr

Der Buckelwal aus Dierhagen soll sich auch vor Elmenhorst „verschwommen“ haben.

Der Buckelwal aus Dierhagen soll sich auch vor Elmenhorst „verschwommen“ haben.

Elmenhorst. Der Buckelwal, der vergangene Woche Fischern vor Dierhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) ins Netz gegangen war, scheint nun Kurs auf die Hansestadt zu nehmen: Am Sonntagabend wurde das Tier von Spaziergängern vor Elmenhorst gesichtet – und löste prompt einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus. Denn der Wal soll sich auch vor Elmenhorst „verschwommen“ haben. Eine definitive Bestätigung, dass es sich bei dem Objekt aber wirklich um „Bucki II“, den Wal aus Dierhagen handelte, gab es bis gestern Abend aber noch nicht. Die Suche nach dem Meeressäuger – ein etwa neun Meter langes Jungtier – dauert an.

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Wal-Sichtung löst Polizei-Großeinsatz aus

Nach Angaben der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock hatten am frühen Sonntagabend Zeugen den Notruf gewählt, weil sie das Tier gesichtet haben wollen. „Das Tier soll nur rund 100 Meter vom Strand entfernt gewesen sein. Die Anrufer meldeten zudem, dass das Tier in regelmäßigen Abständen Schaumkämme in die Luft spritzen würde“, schildet Robert Stahlberg, Sprecher der Wasserschutzpolizei, die Lage. Die Beamten rückten sofort mit Booten aus, auch die Feuerwehren aus Elmenhorst und aus Bad Doberan machten sich auf den Weg zu „Bucki II“. „Wir haben den Bereich abgesucht, den Wal aber nicht mehr entdeckt. Wir gehen davon aus, dass er sich selbstständig befreien konnte“, sagt Polizeisprecher Stahlberg. Bei Einbruch der Nacht musste die Suche auf der eisigen See dann aber abgebrochen werden. Mayk Tessin, Kreisbrandmeister im Landkreis Rostock, fürchtet, dass es sich nur um eine Verwechslung handeln könnte: „Vielleicht haben die Zeugen auch nur die Gischt an einem Stein im Wasser gesehen.“

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„Küstenabschnitte können für Wale problematisch sein“

Michael Dähne, Wal-Experte im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund, hatte sich ebenfalls noch am Sonntag auf den Weg nach Elmenhorst gemacht: „Es ist nicht auszuschließen, dass der Wal dort war. Buckelwale können auch im flachen Wasser hervorragend navigieren.“ 2016 beispielsweise hatte sich ein Wal in den Greifswalder Bodden verirrt: „Dort ist das Wasser stellenweise nur eineinhalb Meter tief.“ Dennoch fand das Tier – „Bucki I“ – einen Ausweg. „Er wurden dann zuletzt in Höhe Kap Arkona vor Rügen gesichtet.“ Die Behörden nehmen die Berichte über die Wal-Sichtung vor Rostock aber ernst: Seit dem gestrigen Morgen sucht das Schiff „Seeadler“ der Fischereiaufsicht die Küste zwischen Warnemünde und Kühlungsborn ab. Das Schiff gehört der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Experte Dähne: „In dem Küstenbereich gibt es Abschnitte, die für Wale problematisch sein können.“

    Andreas Meyer

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