Für einen langfristigen Standort

Zoll bekommt neues Bildungszentrum in Gehlsdorf

So soll der Neubau für das Hauptzollamt einmal aussehen. Im Sommer 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

So soll der Neubau für das Hauptzollamt einmal aussehen. Im Sommer 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Rostock. Bisher stehen nur ein Bagger und ein Kran auf einer 620 m² abgesteckten Fläche auf dem Gelände des Hauptzollamtes Stralsund am Ende der Gehlsdorfer Pressentinstraße. Für insgesamt 2,4 Millionen Euro entsteht hier ein neues Gebäude für Büro-, Gruppen- und Weiterbildungsräume des Zollamtes. Laut den Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL MV) sei die bisherige Unterbringung nicht mehr sicher und werde mittelfristig abgerissen.

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Die BBL MV baut das Gebäude und wird es auch weiterhin besitzen. „Das Hauptzollamt ist dann sozusagen nur der Mieter“, sagt Robert Klaus, Leiter des Geschäftsbereiches Schwerin mit der Außenstelle in Rostock. In der architektonischen Gestaltung habe man sie an dem Bau orientiert, der sich direkt daneben befindet und bereits vor zwei Jahren fertiggestellt wurde. „Es handelt sich dabei fast um eine Kopie.“ Schlussendlich soll mit beiden Bauten das bisherige Haupthaus für die Büro- und Weiterbildungsräume entlastet werden, bevor es schlussendlich komplett geräumt wird.

Für zeitgemäßen Brandschutz

Dieses sei nämlich noch eine Immobilie aus DDR-Zeit, die zwar nach der Wende saniert wurde, aber nun den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht werde. „Da geht es vor allem um Brandschutz. Die Kosten für eine Komplettsanierung rechnen sich für solch ein Gebäude einfach nicht“, sagt Klaus. So baut die BBL MV für etwa 2 Millionen Euro neu. „Weitere 400 000 Euro sind Planungs- und Honorarkosten, die fällig werden.“

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Dabei habe das Haus den Qualitätsanspruch nachhaltig zu sein. „Wir orientieren uns am Bewertungskonzept für den nachhaltigen Bau von Bundesgebäuden“, sagt Klaus. Demnach gäbe es drei Kategorien: Gold, Silber und Bronze. „Bei Gold bekommt man eine Zertifizierung, die aber in der Umsetzung sehr kostspielig ist.“

Fertigstellung im Sommer 2020

Deshalb habe man entschieden, sich am Silberstandard zu orientieren. Das betreffe etwa die gesunde Raumluft. „Wir haben nur mit verträglichen Baustoffen gearbeitet. Wenn sie etwa in das schon fertige Gebäude gehen, werden sie nichts riechen“, sagt Klaus. Darüber hinaus habe man sich bei der Planung an der Energiesparverordnung orientiert und den zweigeschossigen Neubau barrierefrei konzipiert.

„Damit wird ein Zeichen für einen langfristigen Standort in Rostock-Gehlstorf gesetzt“, sagt Klaus. Bis zum Winter soll die Gebäudehülle stehen, damit in der kalten Jahreszeit mit den Bauarbeiten im Inneren begonnen werden. Die technische Übergabe ist für Juli 2020 geplant. Der Altbau aus DDR-Zeiten soll erst noch als Lager dienen und mittelfristig abgerissen werden.

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Moritz Naumann

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