Greifswald

Angeschossenes Wildschwein tötet Jäger

Bei Greifswald ist am Sonntag ein Mann nach einer Wildschwein-Attacke gestorben. (Symbolfoto)

Bei Greifswald ist am Sonntag ein Mann nach einer Wildschwein-Attacke gestorben. (Symbolfoto)

Greifswald. Bei einer Jagd in Vorpommern ist ein Jäger von einem verletzten Wildschwein angegriffen und tödlich verletzt worden. Das Unglück ereignete sich am Sonntag unweit von Neuenkirchen bei Greifswald, wie ein Polizeisprecher am Montag in Neubrandenburg sagte. Der 50-jährige Jäger war bei der sogenannten Nachsuche, als er auf die angeschossene Wildsau stieß.

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Wie Achim Froitzheim als Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald sagte, war der Jäger nach der Attacke ohne Bewusstsein, als der Rettungshubschrauber eintraf. Alle Bemühungen, ihn wiederzubeleben, seien schließlich gescheitert.

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Die Todesursache wird noch geklärt

Die genaue Todesursache soll eine rechtsmedizinische Untersuchung klären, hieß es von der Polizei. Bei der Nachsuche werden verletzte Tiere aufgespürt, die geflüchtet sind, um ihnen den Gnadenschuss zu geben. Der 50-Jährige aus der Region Greifswald hatte an einer größeren Drückjagd teilgenommen.

„Der Vorfall zeigt, wie wehrhaft Wildschweine sind“, erklärte Froitzheim, der selbst Jäger ist. Die Behörden und der Jagdverband empfehlen deshalb, besonders verstärkte Schutzhosen zu tragen und auch den Suchhunden Schutzwesten anzulegen. Details des Vorfalls müssten noch geklärt werden.

Pürzelprämie soll Anreize schaffen

Das Schweriner Agrarministerium hat die Jäger zum verstärkten Abschuss von Schwarzwild aufgefordert, um so das Risiko des Einschleppens der Afrikanischen Schweinepest aus Osteuropa zu reduzieren. In der Region hatte es am Samstag mehrere größere Jagden gegeben.

Für jedes erlegte Wildschwein erhalten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern jetzt 25 Euro Aufwandsentschädigung. Die Regelung gilt vom 1. Dezember bis zum 31. März, wie das Agrarministerium in Schwerin am Donnerstag mitteilte. Sie ist Bestandteil eines Sofortprogramms zur Reduzierung der Schwarzwildbestände im Land. Die Prämie muss beantragt werden. Zum Beweis müssen die Jäger die Schwänze (Pürzel) der erlegten Wildschweine beim Forstamt beziehungsweise Nationalparkamt abgeben.

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    dpa / RND

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