Hochschulpolitik

Die Ziele des neuen Senats

Im Hauptgebäude der Universität tagt der Senat.

Im Hauptgebäude der Universität tagt der Senat.

Greifswald. Wie soll es also weitergehen an der Universität? Die Ziele im höchsten Greifswalder Hochschulgremium reichen von der Rückbenennung der Uni über mehr Familienfreundlichkeit bis zu einem elternunabhängigen Bafög.

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Fabian Rene Fischer, Student der Politikwissenschaft und erster Stellvertreter der zwei gewählten studentischen Pro-Arndt-Senatoren, will den Beschluss zur Namensablegung aus dem Januar nicht akzeptieren. Sollte das Bildungsministerium in Schwerin die Umbennung für rechtmäßig erklären, würden die Pro-Arndt-Senatoren erneut einen Antrag auf Umbennung stellen.

Ida Katinka Ansorge, Medizinstudentin, gehört zur Liste "Solidarische Universität", die sich für ein Bafög unabhängig vom Einkommen der Eltern und höhere Löhne für Dozenten einsetzt. Außerdem kritisiert Ansorge Jura-Professor Ralph Weber, weil dieser mit seinen rechten Ansichten nicht in der Lage sei, Studenten unabhängig von Herkunft, Sexualität oder politischer Gesinnung zu beurteilen. Deswegen solle der Senat über dessen Lehrauftrag diskutieren. Weber ist Parlamentarischer Geschäftsführer der Alternative für Deutschland (AfD) im Landtag. Sein Lehrstuhl wird momentan vertreten.

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Dafür sei der Senat nicht der richtige Ort, sagt Professorin Maria-Theresia Schafmeister, die bislang Senatsvorsitzende war. Eine politische Gesinnung sei kein Grund, einem Dozenten den Lehrauftrag zu entziehen. Weiterhin wünscht sie sich, dass ein neues Landeshochschulgesetz die Hochschulautonomie nicht weiter einschränke.

Hannes Damm, Physikstudent und Mitglied der Grünen Hochschulgruppe, fordert eine familienfreundliche Universität durch öffentliche Wasserspender und Mikrowellen für Kindernahrung in der Mensa. Die Hochschule solle zudem internationaler werden. Dazu brauche es unter anderem Dokumente, die auf Englisch verfügbar sind, Beratung und ein dementsprechendes Lehrangebot.

Dem Senat gehören 36 Mitglieder an: Je zwölf Professoren und Studierende sowie jeweils sechs akademische und weitere Mitarbeiter. Studierende amtieren für ein, Professoren für zwei Jahre. Die einzelnen Gruppen wählen jeweils ihre Vertreter in das Hochschulparlament, das unter anderem über die Verleihung der Lehrbefugnis und den Wirtschaftsplan der Universität entscheidet.

Gottschalk Christopher

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