Diese Bauprojekte werden teurer

Projekt 1: Die Sporthalle II: Der Ersatzneubau der Sporthalle an der Fischerschule in der Joliot-Curie-Straße steht schon lange auf der Vorhabenliste der Politik. 2016 gingen Schätzungen noch von 3,7 Millionen Euro für eine Sanierung der alten Halle aus. Im März 2021 legte das beauftragte Planungsbüro Frank Milenz Rabenseifner einen Entwurf für einen Neubau vor, der inklusive Abriss des Altbaus von 7,15 Millionen Euro ausging. Nach Abwägung technischer Lösungsmöglichkeiten erhöhte sich die Summe auf 7,6 Millionen Euro. Mittlerweile erfolgte die europaweite Ausschreibung aller Bauleistungen. Demnach liegt das wirtschaftlich günstigste Angebot für den gesamten Bau jetzt bei 10,5 Millionen Euro – also 2,9 Millionen Euro mehr als geplant.
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Projekt 1: Die Sporthalle II: Der Ersatzneubau der Sporthalle an der Fischerschule in der Joliot-Curie-Straße steht schon lange auf der Vorhabenliste der Politik. 2016 gingen Schätzungen noch von 3,7 Millionen Euro für eine Sanierung der alten Halle aus. Im März 2021 legte das beauftragte Planungsbüro Frank Milenz Rabenseifner einen Entwurf für einen Neubau vor, der inklusive Abriss des Altbaus von 7,15 Millionen Euro ausging. Nach Abwägung technischer Lösungsmöglichkeiten erhöhte sich die Summe auf 7,6 Millionen Euro. Mittlerweile erfolgte die europaweite Ausschreibung aller Bauleistungen. Demnach liegt das wirtschaftlich günstigste Angebot für den gesamten Bau jetzt bei 10,5 Millionen Euro – also 2,9 Millionen Euro mehr als geplant.

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Projekt 2: Die Sporthalle III: Auch hier geht es um Abriss und Neubau der in die Jahre gekommenen Halle am Puschkinring. Sie soll baugleich zur Halle II entstehen. Die Planung im März 2021 ergab für die Drei-Feld-Halle Baukosten von 7,4 Millionen Euro. Auch hier erfolgte jetzt die Ausschreibung der Bauleistungen. Das günstigste Angebot betrage 10,1 Millionen Euro, wobei laut Stadt in dieser Summe noch nicht die Gestaltung der Außenanlagen enthalten ist. Die wurden 2021 mit 760 000 Euro beziffert. Ein Betrag, der ebenfalls überholt sein dürfte. Damit steigen die Kosten für dieses Projekt um mindestens 3,46 Millionen Euro gegenüber den Planungen.
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Projekt 2: Die Sporthalle III: Auch hier geht es um Abriss und Neubau der in die Jahre gekommenen Halle am Puschkinring. Sie soll baugleich zur Halle II entstehen. Die Planung im März 2021 ergab für die Drei-Feld-Halle Baukosten von 7,4 Millionen Euro. Auch hier erfolgte jetzt die Ausschreibung der Bauleistungen. Das günstigste Angebot betrage 10,1 Millionen Euro, wobei laut Stadt in dieser Summe noch nicht die Gestaltung der Außenanlagen enthalten ist. Die wurden 2021 mit 760 000 Euro beziffert. Ein Betrag, der ebenfalls überholt sein dürfte. Damit steigen die Kosten für dieses Projekt um mindestens 3,46 Millionen Euro gegenüber den Planungen.

Projekt 3: Das Theater: Viele Jahre war die Sanierung des über 100 Jahre alten Musentempels im Gespräch, nun ist sie auf dem Weg. Bis 2021 rechnete die Hansestadt noch mit 45 Millionen Euro Kosten, die Summe erhöhte sich nach Vorplanungen auf 50 Millionen Euro. Das Land MV versprach, die Hälfte davon zu übernehmen. Im Januar 2022 deutete das Rathaus an, dass es aufgrund von jährlichen Baukostensteigerungen wohl 60 Millionen werden. Doch das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Wie Winfried Kremer in dieser Woche den Finanzausschuss der Bürgerschaft informierte, gehe die Stadt von 70 bis 75 Millionen Euro aus. Da das Land seine in Aussicht gestellte Förderung sicher nicht erhöhen werde, müsse allein die Stadt 50 oder mehr Millionen Euro bis zum Bauende 2026 oder 2027 wuppen. „Im zweiten Quartal 2023 wollen wir die ersten Bauleistungen ausschreiben. Ist die Finanzierung gesichert, könnte im Sommer 2023 Baubeginn sein“, sagt Kremer. Bereits in der jetzt beginnenden neuen Spielzeit findet im Theater kein Theater mehr statt.
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Projekt 3: Das Theater: Viele Jahre war die Sanierung des über 100 Jahre alten Musentempels im Gespräch, nun ist sie auf dem Weg. Bis 2021 rechnete die Hansestadt noch mit 45 Millionen Euro Kosten, die Summe erhöhte sich nach Vorplanungen auf 50 Millionen Euro. Das Land MV versprach, die Hälfte davon zu übernehmen. Im Januar 2022 deutete das Rathaus an, dass es aufgrund von jährlichen Baukostensteigerungen wohl 60 Millionen werden. Doch das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Wie Winfried Kremer in dieser Woche den Finanzausschuss der Bürgerschaft informierte, gehe die Stadt von 70 bis 75 Millionen Euro aus. Da das Land seine in Aussicht gestellte Förderung sicher nicht erhöhen werde, müsse allein die Stadt 50 oder mehr Millionen Euro bis zum Bauende 2026 oder 2027 wuppen. „Im zweiten Quartal 2023 wollen wir die ersten Bauleistungen ausschreiben. Ist die Finanzierung gesichert, könnte im Sommer 2023 Baubeginn sein“, sagt Kremer. Bereits in der jetzt beginnenden neuen Spielzeit findet im Theater kein Theater mehr statt.

Projekt 4: Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie: Der Bau des Greifswalder Prestigeobjekts steht kurz vor der Vollendung. Eine erste Kostenberechnung für den vom Land geförderten Forschungsbau, in dem 220 Arbeitsplätze entstehen, ging vor neun Jahren von etwa 31 Millionen Euro aus. Zu Baubeginn 2019 war klar, dass das Geld nicht reicht: Die Stadt rechnete mit 38 Millionen Euro. Heute spricht Fabian Feldt, Abteilungsleiter Wirtschaft und Tourismus, von geplanten 39,9 Millionen Euro. „Doch aufgrund von Materialpreissteigerungen im Zuge der Rohstoffverknappungen, unterbrochenen Lieferketten und coronabedingten Bauverzögerungen zeichnet sich ab, dass die ursprünglich kalkulierten Auszahlungen nicht ausreichen werden.“ Unterm Strich fehle eine Million Euro. Auch der Bauverzug ist mit neun Monaten enorm. „Wir wollen jetzt im September mit dem Bau fertig werden“, sagt Feldt.
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Projekt 4: Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie: Der Bau des Greifswalder Prestigeobjekts steht kurz vor der Vollendung. Eine erste Kostenberechnung für den vom Land geförderten Forschungsbau, in dem 220 Arbeitsplätze entstehen, ging vor neun Jahren von etwa 31 Millionen Euro aus. Zu Baubeginn 2019 war klar, dass das Geld nicht reicht: Die Stadt rechnete mit 38 Millionen Euro. Heute spricht Fabian Feldt, Abteilungsleiter Wirtschaft und Tourismus, von geplanten 39,9 Millionen Euro. „Doch aufgrund von Materialpreissteigerungen im Zuge der Rohstoffverknappungen, unterbrochenen Lieferketten und coronabedingten Bauverzögerungen zeichnet sich ab, dass die ursprünglich kalkulierten Auszahlungen nicht ausreichen werden.“ Unterm Strich fehle eine Million Euro. Auch der Bauverzug ist mit neun Monaten enorm. „Wir wollen jetzt im September mit dem Bau fertig werden“, sagt Feldt.

Projekt 5: Nexöschule: Die Außenanlagen der Grundschule im Ostseeviertel sollen neu gestaltet werden, darauf warten Schüler und Lehrer seit vielen Jahren. Die Bürgerschaft stimmte im Herbst 2021 Ausgaben in Höhe von 670 000 Euro zu. Die Ausschreibung der Landschaftsbauarbeiten zeigte jedoch, dass Mehrausgaben entstehen. Die Hansestadt rechnet jetzt mit 730 000 Euro, vermutlich jedoch 750 000 Euro, da es in der Regel Nachträge von Firmen gebe. Heißt: Mehrkosten von 80 000 Euro.
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Projekt 5: Nexöschule: Die Außenanlagen der Grundschule im Ostseeviertel sollen neu gestaltet werden, darauf warten Schüler und Lehrer seit vielen Jahren. Die Bürgerschaft stimmte im Herbst 2021 Ausgaben in Höhe von 670 000 Euro zu. Die Ausschreibung der Landschaftsbauarbeiten zeigte jedoch, dass Mehrausgaben entstehen. Die Hansestadt rechnet jetzt mit 730 000 Euro, vermutlich jedoch 750 000 Euro, da es in der Regel Nachträge von Firmen gebe. Heißt: Mehrkosten von 80 000 Euro.

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Projekt 6: Elisenpark: Die Hansestadt hat am Elisenpark ein neues Wohngebiet ausgewiesen und dafür Vermessungsleistungen in Auftrag gegeben. Im November 2021 ging sie noch von 110 600 Euro aus. In der Zwischenzeit wurden jedoch die Bodenrichtwerte im Landkreis Vorpommern-Greifswald außerplanmäßig angepasst, so dass auch die Vermessungskosten gestiegen sind. 15 000 Euro mehr müssen aus dem Stadthaushalt fließen. Auswirkungen hatte das übrigens auch auf die Grundstückspreise.
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Projekt 6: Elisenpark: Die Hansestadt hat am Elisenpark ein neues Wohngebiet ausgewiesen und dafür Vermessungsleistungen in Auftrag gegeben. Im November 2021 ging sie noch von 110 600 Euro aus. In der Zwischenzeit wurden jedoch die Bodenrichtwerte im Landkreis Vorpommern-Greifswald außerplanmäßig angepasst, so dass auch die Vermessungskosten gestiegen sind. 15 000 Euro mehr müssen aus dem Stadthaushalt fließen. Auswirkungen hatte das übrigens auch auf die Grundstückspreise.

Projekt 7: Spundwand: Die Uferbefestigung in Wieck ist aus Holz, etwa 150 Jahre alt und unter Wasser zum Teil sehr instabil. Deshalb lässt die Stadt die Spundwand abschnittsweise erneuern. Im Bereich zwischen Klappbrücke und Hafenamt war laut Rathaus Gefahr im Verzug, weshalb ein Stück bereits vor der Sommersaison 2022 erneuert wurde. Die Kosten dieser Investition waren nicht im Haushalt geplant, deshalb muss die Politik den Ausgaben von 252 000 Euro jetzt nachträglich zustimmen. Der zweite Abschnitt soll 2023 erneuert werden und koste voraussichtlich um die 200 000 Euro.
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Projekt 7: Spundwand: Die Uferbefestigung in Wieck ist aus Holz, etwa 150 Jahre alt und unter Wasser zum Teil sehr instabil. Deshalb lässt die Stadt die Spundwand abschnittsweise erneuern. Im Bereich zwischen Klappbrücke und Hafenamt war laut Rathaus Gefahr im Verzug, weshalb ein Stück bereits vor der Sommersaison 2022 erneuert wurde. Die Kosten dieser Investition waren nicht im Haushalt geplant, deshalb muss die Politik den Ausgaben von 252 000 Euro jetzt nachträglich zustimmen. Der zweite Abschnitt soll 2023 erneuert werden und koste voraussichtlich um die 200 000 Euro.

Projekt 8: Volksstadion: Der Greifswalder FC ist in die Regionalliga aufgestiegen. Das Volksstadion ist dafür aber noch nicht gerüstet. Deshalb will die Stadt jetzt eine mehrstufige Gästetribüne aus Beton und Wellenbrechern mit einer Stehplatzkapazität von 800 bis 1000 Personen errichten. Bereits im Juni beschloss der Hauptausschuss Ausgaben in Höhe von 190 000 Euro. Die Summe reicht jedoch nicht, wie die Ausschreibung der Leistungen zeigte. Notwendig sind insgesamt 290 000 Euro.
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Projekt 8: Volksstadion: Der Greifswalder FC ist in die Regionalliga aufgestiegen. Das Volksstadion ist dafür aber noch nicht gerüstet. Deshalb will die Stadt jetzt eine mehrstufige Gästetribüne aus Beton und Wellenbrechern mit einer Stehplatzkapazität von 800 bis 1000 Personen errichten. Bereits im Juni beschloss der Hauptausschuss Ausgaben in Höhe von 190 000 Euro. Die Summe reicht jedoch nicht, wie die Ausschreibung der Leistungen zeigte. Notwendig sind insgesamt 290 000 Euro.

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