Debatte um Kostenexplosion

Doch kein Baustopp: Arbeiten am Stadtarchiv gehen weiter

Baustelle des neuen Stadtarchivs An den Wurthen, nach Überlegungen über einen Baustopp geht es jetzt weiter. Wegen des hohen Wassergehalts im Boden muss das Stadtarchiv auf Pfählen gebaut werden. 64 Pfähle mit einem Durchmesser von 55 Zentimetern werden etwa 15 bis 20 Meter tief in die Erde gebohrt.

Baustelle des neuen Stadtarchivs An den Wurthen, nach Überlegungen über einen Baustopp geht es jetzt weiter. Wegen des hohen Wassergehalts im Boden muss das Stadtarchiv auf Pfählen gebaut werden. 64 Pfähle mit einem Durchmesser von 55 Zentimetern werden etwa 15 bis 20 Meter tief in die Erde gebohrt.

Greifswald. Die Bauarbeiten für das neue Stadtarchiv in der Straße An den Wurthen gehen weiter. Das bestätigt Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Verwaltung und Ausschüsse der Bürgerschaft hatten in den vergangenen Wochen wegen steigender Kosten über einen vorläufigen Baustopp diskutiert (die OZ berichtete). Problem: Die Angebote der Firmen für verschiedene Bauleistungen liegen deutlich über den ursprünglich veranschlagten Kosten. Allein der Rohbau wird nun mit zwei Millionen Euro immerhin 700.000 Euro teurer als ursprünglich geplant.

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„Unser Antrag auf zusätzliche Fördermittel wurde bewilligt. Damit können wir das entstandene Delta schließen“, sagt Bausenatorin Jeannette von Busse (CDU). „Die Nachteile für die Stadt wären größer gewesen, wenn wir jetzt einen Baustopp verhängt hätten.“ Der Rohbau sei bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben worden, ohne dass sich die Angebote deutlich vergünstigt hätten.

Die Idee der Stadtverwaltung war zwischenzeitlich, dass ein halbjähriger Baustopp zu einer Entspannung der Auftragslage für Baufirmen bringen könnte und diese dann nicht mehr derart hohe Kosten veranschlagen. Winfried Kremer, Leiter des Immobilienverwaltungsamtes, hatte von sogenannten „Abwehrangeboten“ gesprochen. Nach einer Auswertung mit dem Planer sei man nun jedoch zu der Überzeugung gekommen, dass es sehr unsicher sei, welche Ergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt erzielt werden könnten, führt Jeannette von Busse aus. „Wir werden alle restlichen Ausschreibungen konzentriert auf den Markt bringen, sodass wir im Herbst die Gesamtkosten für den Bau des Stadtarchivs kennen“, sagt die Baudezernentin. „Wenn es dann ähnliche Überraschungen gibt, müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen“, ergänzt Fassbinder.

Die Kostenplanung sah sechs Millionen Euro vor. Fest steht bereits heute, dass dieser Preis nicht zu halten ist. Gebaut wird ein viergeschossiges Haus mit einer Grundfläche von etwa 400 Quadratmetern. Über den Neubau des Archivs ist seit mehr als zehn Jahren immer wieder diskutiert worden. Wegen anderer drängender Vorhaben wurde das Projekt etliche Male verschoben, obwohl die Akten am jetzigen Standort schimmeln.

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Degrassi Katharina

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