Aktion

Öffentliches Kochen in Greifswald: Initiative will Betroffenen der Energiekrise helfen

Das Krisenbündnis Greifswald organisierte eine erste Mahnwache auf dem Marktplatz. Nun sollen Menschen in Schönwalde erreicht werden.

Das Krisenbündnis Greifswald organisierte eine erste Mahnwache auf dem Marktplatz. Nun sollen Menschen in Schönwalde erreicht werden.

Greifswald. Gemeinsames Essen gegen die Energie- und Gaskrise: Das Krisenbündnis Greifswald will am Montag mit Anwohnern von Schönwalde vor dem Aldi am Thälmannring ein öffentliches Kochen veranstalten. Was es gibt, wird in der Ankündigung der Aktivisten um die Linkspartei, die Nachwuchsorganisation der Linkspartei, der Deutschen Kommunistischen Partei in Greifswald, Fridays For Future und Einzelpersonen, noch nicht verraten. Los geht es um 17 Uhr am 24. Oktober. Wer helfen will, wird dazu eingeladen, Kuchen zum Verteilen zu backen.

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Bündnis grenzt sich von Lubminer Demo ab

Es ist die zweite Aktion des Bündnisses nach einer Kundgebung auf dem Marktplatz mit anschließendem Protestzug durch die Stadt am 3. Oktober. Die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Rathaus und etwa 100 beim Demozug waren aus Sicht des Krisenbündnisses ein guter Start. Es waren Flaggen der Linkspartei zu sehen, Banner von Fridays For Future und eine Teilnehmerin forderte auf ihrem Schild, die Sanktionen gegen Russland zu beenden und keine Waffen in die Ukraine zu liefern.

Am Rande der Veranstaltung wurden Personen aus dem rechten Spektrum der Kundgebung verwiesen, die Kundgebungen in Lubmin organisieren und fordern, Nord Stream 2 sofort zu öffnen. Davon wollte sich das Krisenbündnis nicht nur vor Ort abgrenzen, sondern auch inhaltlich. Nun will man mit einer Aktion dort ansetzen, wo viele Menschen unter den gestiegenen Preisen leiden. In Schönwalde leben tendenziell mehr Menschen mit wenig Einkommen als in anderen Stadtteilen.

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Geld reicht nicht für gutes Essen

Bei vielen Auszubildenden, Empfängern von Leistungen oder Menschen mit niedrigem Lohn reiche laut dem Aufruf das Geld am Ende des Monats nicht mehr für gutes Essen. Diese Personen sollen entlastet werden. „Wir freuen uns darauf, mit den Anwohnenden ins Gespräch zu kommen. Desto mehr Menschen sich für unser Bündnis interessieren und sich einbringen, desto mehr solcher Angebote können wir umsetzen und desto lauter können wir Lohnabhängigen uns Gehör für unsere Situation verschaffen“, heißt es in der Ankündigung.

Das Krisenbündnis will praktische Hilfe in Greifswald leisten. Zugleich stellt es Forderungen an die Bundesregierung: Energiekonzerne sollen verstaatlicht werden. Eine Übergewinnsteuer soll eingeführt werden, die Hartz-IV-Sätze erhöht werden. Der Lohn müsse an die Inflation angepasst werden und der öffentliche Nahverkehr sollte für alle kostenlos sein. Damit das Geld am Ende des Monats auch für gutes Essen reicht, soll zudem die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel gestrichen werden.

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