Messerangriff

Greifswald: Mann sticht auf Spielplatz 16-Jährigen nieder

Tatort des Messerangriffs in Greifswald: ein Spielplatz in der Koitenhäger Landstraße

Tatort des Messerangriffs in Greifswald: ein Spielplatz in der Koitenhäger Landstraße

Greifswald. Ein Mann hat in der Nacht zu Donnerstag in Schönwalde II mehrfach mit einem Messer auf einen Jugendlichen eingestochen und diesen schwer verletzt. Gegen 1 Uhr eskalierte auf dem Spielplatz in der Koitenhäger Landstraße ein Streit. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge stach ein 23-Jähriger daraufhin mit einem Messer auf den Oberkörper eines 16-Jährigen ein. Als ein Zeuge dazwischen ging, flüchtete der Tatverdächtige zusammen mit einem Komplizen.

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Mindestens vier Messerstiche in Brustbereich des Opfers

Die Polizei sprach zunächst von versuchtem Totschlag. Die Staatsanwaltschaft geht nach Bewertung der Tatumstände inzwischen von einer gefährlichen Körperverletzung aus. „Nach ersten Zeugenvernehmungen sieht es so aus, dass die Täter freiwillig von ihrem Opfer abgelassen haben“, sagte der Stralsunder Oberstaatsanwalt Marc Engelhardt der OSTSEE-ZEITUNG. Die Täter sollen mindestens viermal auf den Brustbereich des Opfer eingestochen haben. Deswegen sei man zunächst von lebensbedrohlichen Verletzungen ausgegangen.

Polizei fasst 23-jährigen Verdächtigen

Der verletzte Jugendliche stammt aus Syrien. Er wurde schwer verletzt ins Klinikum Greifswald gebracht. Er konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes bislang noch nicht vernommen werden. Er sei aber außer Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei nahm noch in der Nacht einen einen 23-jährigen Iraner in dessen Wohnung fest. Der zweite Tatverdächtige konnte noch nicht gestellt werden. Es gebe aber inzwischen Hinweise auf den Täter, sagte Polizeisprecher Andrej Krosse.

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Häufiger Auseinandersetzungen in dem Innenhof

Anwohner berichten, dass es an dem Spielplatz zwischen Koitenhäger Landstraße und Ostrowskistraße häufiger zu Auseinandersetzungen kommt. „Die Polizei ist regelmäßig hier“, sagte die sechsfache Mutter Mandy Freitag (35). Sie sei in der Nacht aufgewacht, weil sich die jungen Männer laut gestritten und angeschrien hätten. „Der ganze Hof war beschallt.“ Worum es in dem Streit ging, konnte sie aufgrund der Sprache nicht sagen. In den Plattenbauten wohnen Greifswalder deutscher und auch ausländischer Herkunft. „Man lebt so aneinander vorbei“, sagte sie.

Motiv ist bislang unklar

Zum Motiv machte die Polizei bislang keine Angaben. Am Donnerstag seien Zeugen ausführlich befragt worden, sagte Krosse. Die Vernehmung des festgenommenen Tatverdächtigen sollte aus kriminaltaktischen Gründen im Anschluss erfolgen. Die Staatsanwaltschaft prüft eigenen Angaben zufolge einen Haftantrag gegen den 23-Jährigen. Entscheiden will die Behörde am Freitag.

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Martina Rathke

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