Endlich Hoffnung

Greifswalder Denkmal verfällt seit fast 12 Jahren

Die Alte Physik steht seit 2007 leer.

Die Alte Physik steht seit 2007 leer.

Greifswald. Das denkmalgeschützte Physikalische Institut im historischen Herzen der Universität steht seit fast 12 Jahren leer und verfällt. Für die Sanierung war bisher kein Geld da. Langfristig könnte dort aber das neue „Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum“ einziehen, so Rektorin Prof. Johanna Weber bei der Übergabe von Fördermitteln des Bundes für das Zentrum Ende Februar.

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Die Chancen für eine Sanierung stehen jetzt besser. Denn das Land hat angeboten, die für die laufende Sanierung des früheren Universitätskrankenhauses (Innere Medizin) an der Loefflerstraße von der Universität zur Verfügung gestellte vier Millionen Euro vorfristig zurückzuzahlen. Dieses Geld stammt aus dem Körperschaftshaushalt, die die Uni aus ihrem Grund- und Landbesitz erzielt. Die Uni gab den Kredit, damit die Sanierung der Inneren Medizin noch in diesem Jahrzehnt erfolgen kann.

Das zurückgezahlte Geld stünde der Hochschule für andere dringende Baumaßnahmen zur Verfügung. Mittlerweile vermutlich schon veraltete letzte Schätzungen gehen von zehn Millionen Euro Sanierungskosten für die Alte Physik aus. Das im 19. Jahrhundert errichtete Gebäude ist in hohem Maße durch Quecksilber kontaminiert. Eine schon avisierte Sanierung wurde nach dem Fund des flüssigen Metalls 2009 gestoppt.

Unisprecher Jan Meßerschmidt bestätigt dringenden Handlungsbedarf bei der Alten Physik, um das Gebäude vor weiteren Verfall zu bewahren. Im Innern breitet sich Schwamm aus, weil nicht gelüftet werden kann. „Mit dem neuen Forschungszentrum besteht natürlich perspektivisch auch zusätzlicher Raumbedarf“, bestätigt er. „Es muss geprüft werden, wie die Alte Physik rasch und vernünftig saniert werden kann. Eine denkbare Variante wäre, das vorgeschossene Geld für die Kliniken dann für die alte Physik einzusetzen.“

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Diese müsse aber zunächst geprüft und in der Universität diskutiert werden. Danach ist eine Beschlussfassung im Senat zur Verwendung des Geldes notwendig.

Eckhard Oberdörfer

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