Kritik von Umweltschützern

Havarie in umstrittener Schweinezuchtanlage Alt-Tellin: Schwefelsäure ausgelaufen

In der Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin werden rund 10 000 Muttersauen und 35 000 Absatzferkel gehalten. (Archivfoto)

In der Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin werden rund 10 000 Muttersauen und 35 000 Absatzferkel gehalten. (Archivfoto)

Greifswald. In der Schweinezuchtanlage Alt-Tellin bei Jarmen ist es am Dienstagvormittag zu einer Havarie gekommen. Wie Landkreissprecher Achim Froitzheim mitteilte, seien rund 500 Liter hochkonzentrierte Schwefelsäure ausgelaufen, Menschen seien nicht verletzt worden, auch Tiere nach bisherigen Angaben nicht. Schwefelsäure gilt als stark reizend und ätzend und kann schwer heilende Wunden verursachen.

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„Gegen 11 Uhr hat der Betreiber der Anlage einen Havariefall an das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt gemeldet“, so Froitzheim. „Der Katastrophenschutz des Landkreises wurde eingeschaltet, das Gelände weiträumig abgesperrt.“ Feuerwehren unter anderem aus Greifswald, Züssow, Jarmen, Kemnitz und Torgelow fuhren nach Alt-Tellin, um das Gefahrgut zu bergen.

Proteste von Umweltschützern

Nach Angaben von Achim Froitzheim sei der Unfall beim Einfüllen der Schwefelsäure in einen Tank passiert. Der Stoff werde für die Abluftreinigung der Schweinemastanlage benötigt.

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Die Schweinemastanlage Alt-Tellin war 2010 in Betrieb gegangen. Mit 10 000 Muttersauen und 35 000 Ferkelzuchtplätzen in sechs Ställen gilt sie als eine der größten Schweinezuchtanlagen in Norddeutschland.

Umweltschützer hatten von Beginn an gegen die Anlage protestiert und sind vor Gericht gezogen. Seit 2017 läuft ein Prozess am Verwaltungsgericht Greifswald, in dem die Genehmigung der Anlage und die Bedingungen der Tierhaltung überprüft werden.

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Von Anne Ziebarth

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