Greifswald

Prüfungsstress: „Das Gejammere verstehe ich nicht“

Stefan Hatz ist Studienberater an der Universität. Pro Semester werden er und seine Mitstreiter von gut sechs Prozent aller Studenten – etwa 600 – konsultiert.

Stefan Hatz ist Studienberater an der Universität. Pro Semester werden er und seine Mitstreiter von gut sechs Prozent aller Studenten – etwa 600 – konsultiert.

Greifswald. Viele Studenten klagen über Prüfungsstress. Stefan Hatz, Studienberater der Universität Greifswald, sagt: „Das wichtigste im Blick auf die Prüfungsvorbereitung ist immer, rechtzeitig anzufangen: schon mit der ersten Vorlesung im neuen Semester, nicht erst zum Ende, wenn die Prüfungen bevorstehen“, sagt Hatz.

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Er verstehe nicht, dass bei Studierenden mitunter nach der Umstellung vom Diplom auf Bachelor und Master mit dem Lernen nicht mehr hinterherkommen. „Das Gejammer verstehe ich nicht. Es gibt einerseits die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks, die zeigen, dass Studenten am Ende eines Semesters das Gefühl hatten, mehr als 40 Stunden pro Woche gearbeitet zu haben. Eine Studie des Hamburger Pädagogikprofessors Rolf Schulmeister, bei der man sie gebeten hat, ihre tatsächlichen Lernzeiten zu protokollieren, hat aber ergeben, dass sie effektiv nur 20 Stunden gearbeitet haben“, so Hatz.

Doch wie kann das sein? „Die Stundenpläne sind oft so gemacht, dass hier zwei Stunden liegen, dort zwei, abends nochmal zwei... dadurch ist der Tag natürlich zerschossen. Wenn ich das Studium als meinen Beruf betrachte, kann ich aber auch so diszipliniert sein, insgesamt 40 Stunden zu arbeiten. Dann nutze ich die Freistunden, um während des Semesters immer schon den Stoff aus den Vorlesungen und Seminaren zu wiederholen und zu klären, was ich noch nicht verstanden habe. Das geht! Wer das verstreichen lässt, für den bleibt am Ende eben nur Bulimie-Lernen: möglichst viel Wissen in möglichst kurzer Zeit in sich reinstopfen.“

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    Hase Petra

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