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Silberschatz kommt ins Landesmuseum

Archäologe Detlef Jantzen zeigt eine Münze des sogenannten Silberschatzes von Anklam, der Ende August 2010 bei Anklam ausgegraben wurde.

Archäologe Detlef Jantzen zeigt eine Münze des sogenannten Silberschatzes von Anklam, der Ende August 2010 bei Anklam ausgegraben wurde.

Greifswald. Der berühmte Silberschatz von Anklam wird künftig im Pommerschen Landesmuseum zu sehen sein. Darüber wurde am Rande eines Vortrags in Greifswald informiert. Noch wird der Schatz im Freilichtmuseum Groß Raden gezeigt. Er ist Eigentum des Landes.

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Der Fund nahe der Trasse der hier verlegten Gaspipeline nahe Butzow erregte 2010 in ganz Deutschland großes Aufsehen. Er gilt als einer der bedeutendsten Schatzfunde des frühen Mittelalters. Dazu gehören etwa 80 Münzen, die im persischen und arabischen Raum geprägt wurden. Die ältesten stammen aus der Regierungszeit des Perserkönigs Chosrau II. (560 bis 637). Die jüngste Münze wurde 820 geprägt. Zum Fund gehört auch ein sogenannter Permer Ring, der zur groben Bestimmung des Gewichts genutzt wurde. Viele Münzen sind zerstückelt, bei den Tauschgeschäften des frühen Mittelalters im vorpommerschen Raum zählte nur das Gewicht. Die islamischen Prägungen, ein Dirham wiegt etwa zwei Gramm, sind wegen des Bilderverbots im Islam nur mit Suren verziert. Dazu kommen Prägeort, Jahr und regierender Herrscher. Laut dem Archäologen Michael Schirren handelt es sich um eine „unheimlich fortschrittliche Art der Prägung“. Dagegen zeugen die Münzen des sechsten Jahrhunderts aus dem persischen Großreich der Sassaniden Chosrau II. und auf der Rückseite einen Feueraltar.

Eckhard Oberdörfer

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