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Greifswald

Willkommen in der Welt der Gifte

„Sorry, alter Mann, Du musst jetzt mal lächeln.“ Tierarzt Nils Kley mit einer Krustenechse aus seiner Ausstellung.

„Sorry, alter Mann, Du musst jetzt mal lächeln.“ Tierarzt Nils Kley mit einer Krustenechse aus seiner Ausstellung.

Greifswald. Greifswald. Er guckt immer noch her, dieser gelbgrüne Kerl hinter der Scheibe. Mit kleinen starren Augen, unverwandt. Und plötzlich reicht es ihm, dass da dauernd vor ihm herumgeknipst wird: Ein wildes Rasseln füllt den Raum. „Ohoooo...“, sagt Tierarzt Dr. Nils Kley lachend. „Nun ist er aber sauer!“

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„Er“, das ist eine männliche  Basiliskenklapperschlange, einer jener exotischen und gefährlichen Bewohner, die Kleys „Welt der Gifte“ bevölkern, eine neue Dauerausstellung in Greifswald, im zweiten Stock eines unscheinbaren Plattenbaus.

Zusammen mit Königspythonzüchter Heiko Schermucksnies hat Nils Kley, der im Friedrich-Loeffler-Institut auf dem Riems arbeitet, seit Oktober 2015 zwei Räume mit Terrarien gefüllt. 30 Gifttierarten haben die Männer angesiedelt: verschiedene Schlangen, Echsen, Kröten, Skorpione und Spinnen.

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Im Flur stehen zudem zwei Vitrinen mit giftigen Pflanzensamen, Mineralien, Nachbildungen von Pilzen, Giftflaschen und präparierte Tiere. Seit Ende Juli bietet Kley hier Führungen für Kitagruppen, Schulklassen, Touristen und interessierte Privatpersonen an - zu vier verschiedenen Themen: Gifte im Alltag, Gifte in der Natur, Gifte in Kunst und Mode, Heilende Gifte. Eines aber ist immer gleich: „Die Leute sollen etwas lernen, aber auch unterhalten werden.“

    Sybille Marx

    OZ