Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Straßenverkehr

Hilfe für ältere Bürger: Usedom-Stadt bekommt Querungshilfe am Aldi

In der Stadt Usedom soll auf der B 110 nahe der Einfahrt zum Aldi-Markt eine Querungshilfe errichtet werden, damit vor allem ältere Menschen aus dem altersgerechten Wohnen sicher über die Straße kommen.

In der Stadt Usedom soll auf der B 110 nahe der Einfahrt zum Aldi-Markt eine Querungshilfe errichtet werden, damit vor allem ältere Menschen aus dem altersgerechten Wohnen sicher über die Straße kommen.

Usedom. Die Usedomer Senioren leben gefährlich – zumindest jene, welche auf der Seite des Naturpark-Informationszentrums in den altersgerechten Wohnungen zu Hause sind. Denn das Überqueren der Fahrbahn, um im Aldi-Markt auf der gegenüberliegenden Straßenseite einkaufen zu gehen, kann unter Umständen lebensgefährlich sein. Die zu querende Straße ist die Bundesstraße 110 und damit eine der am stärksten befahrenen Straßen auf Usedom.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Altersbedingt sind Senioren oftmals aber nicht flink wie die Gazellen, sondern benötigen etwas mehr Zeit, um von einer Fahrbahnseite auf die andere zu kommen. Aus diesem Grund fordern die Usedomer und allen voran ihre Stadtvertreter seit langem nahe der Einfahrt zum Aldi einen Zebrastreifen oder – noch besser – eine Ampel, damit ältere Menschen sicher über die Straße kommen.

Vereinbarung der Stadt mit dem Straßenbauamt

Auf der jüngsten Stadtvertretersitzung war genau das noch einmal Thema in der Einwohnerfragestunde. Denn zu den bereits existierenden Wohnungen und der Ergotherapie mit vielen älteren Patienten kommen auf dieser Straßenseite weitere 35 altersgerechte Wohnungen samt Pflegedienst dazu. „Es muss doch möglich sein, dass ein alter Mensch sicher über die Straße kommt und nicht befürchten muss, vom Auto erfasst zu werden“, meinte Rico Baumann, der als berufener Bürger in mehreren Ausschüssen vertreten ist.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch

Auch Simone Köster, Inhaberin der Ergotherapie-Praxis, und weitere Einwohner der Stadt machten sich dafür stark, dort unbedingt einen Zebrastreifen oder, noch besser, eine Ampel zu installieren. Bürgermeister Olaf Hagemann machte deutlich, dass es ein Treffen mit dem Straßenbauamt Neustrelitz zu dieser Problematik gab, man aber lediglich die Zusicherung zum Bau einer Querungshilfe erhalten habe. Eine entsprechende Vereinbarung für eine schnelle Umsetzung sei unterzeichnet worden.

Ampel an Aldi-Einfahrt nicht realisierbar

„Besser der Spatz in der Hand als Taube auf dem Dach“, meinte dazu Hagemann, wohl wissend, dass für die andere Lösung weiter gekämpft werden muss. Allerdings machte Hagemann deutlich, dass die Vertreter der Straßenbaubehörde klar gemacht hätten, dass es direkt an der Aldi-Einfahrt keinen Fußgängerüberweg oder eine Ampellösung geben wird.

Das bestätigt am Mittwoch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr MV. Wie Behördensprecher André Horn dazu mitteilte, wolle man natürlich helfen. „Die geplante Querungshilfe mit einer fest aufgebauten Mittelinsel ist eine schnell umsetzbare Lösung und stellt für diesen Fall das Optimum dar. Mit Hilfe der Mittelinsel braucht nicht die gesamte Fahrbahn in einem Zug gequert werden, sondern lediglich ein Fahrstreifen“, so André Horn. Das stelle hinsichtlich der Sicherheit, gerade was ältere Menschen anbelange, einen erheblichen Mehrwert dar.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Skepsis, ob Autos tatsächlich Senioren über die Straße lassen

Die Planung der Querungshilfe sei mittlerweile von der Stadt Usedom beauftragt worden. „Kommune und das zuständige Straßenbauamt Neustrelitz haben dazu eine Vereinbarung geschlossen“, erläutert Horn. Denn für die Errichtung dieser Querungshilfe sind keine weiteren Verkehrsdaten erforderlich. Er sieht damit die bestehende Gefahr beim Überqueren der Straße Richtung Aldi abgemildert.

„Ich kann nur hoffen, dass dann die Auto- und Lkw-Fahrer auch tatsächlich mal anhalten, um die Leute queren zu lassen“, meint der Bürgermeister. Er habe da noch so seine Zweifel und wünscht sich, wenn die Querungshilfe errichtet ist, dass sich Verkehrsteilnehmer dann ein Beispiel am benachbarten Polen nehmen: „In Swinemünde sind alle 50 Meter Querungshilfen und Zebrastreifen. Da wird immer vorbildlich gehalten. Hoffentlich klappt es auch hier“, sagt Olaf Hagemann.

Ausbau des Knotenpunktes an der Inselmühle mit Ampel?

Eine Ampel ist aber noch nicht vom Tisch: Da weitere altersgerechte Wohnungen und der Pflegedienst entstünden und zudem auch durch die Inselmühle mehr Verkehr in die Stadt komme, so Hagemann, sei eine Verkehrszählung geplant, um die Situation zu bewerten. Wann sie stattfinde, wusste er nicht zu sagen. Die Usedomer wollen im Interesse ihrer Senioren weiterkämpfen für den Fußgängerüberweg bzw. die Ampel – notfalls auch mit Hilfe einer Bürgerinitiative.

André Horn versucht indes die Gemüter zu beruhigen, da ja an einer weiteren Querungshilfe gearbeitet werde. „Bei den avisierten Verkehrszählungen geht es um die Errichtung einer weiteren Querungsmöglichkeit im Zusammenhang mit einer eventuellen Knotenpunktplanung an der Inselmühle der Stadt Usedom“, sagte er. Die Zählungen werden voraussichtlich nach den Sommerferien stattfinden und später darüber entscheiden, ob der Verkehrsknotenpunkt mit Ampeln geplant wird.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Fakt ist allerdings, dass die Umsetzung eines solchen Knotenpunktes mehrere Jahre dauert, da umfängliche Planungen vorausgehen.

Von Cornelia Meerkatz

Mehr aus Usedom

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.