Neue Attraktion in Usedom

Inselmühle wird wiederbelebt

In Kürze kann das Gerüst fallen, dann wird die nach altem Vorbild sanierte Fassade sichtbar. 

In Kürze kann das Gerüst fallen, dann wird die nach altem Vorbild sanierte Fassade sichtbar.

Usedom. Das Wiederaufleben der Inselmühle wird von den Usedomern und allen Vorbeifahrenden aufmerksam verfolgt. Die sorgfältig und nach historischem Vorbild sanierte Außenfassade lässt hoffen, dass diesmal die richtigen Unternehmer am Werk sind. In Kürze soll die Rüstung abgebaut werden, sodass der Blick auf das ortsbildprägende Gebäude frei sein wird. Wer erinnert sich nicht daran, dass die Anfang der 1990er Jahre stillgelegte Mühle lange dem Verfall preisgegeben war...

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Wie berichtet, soll hier eine Naturmanufaktur entstehen, in der kalt gepresste Speiseöle und Gemüsesäfte von regionalen Erzeugern hergestellt werden. Torsten Peters, der in Lüskow nahe Anklam zu Hause ist, wird das Objekt als Geschäftsführer übernehmen. Der 52-Jährige rechnet damit, dass die Inselmühle Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden kann. Bis dahin müssen allerdings noch einige Hürden genommen werden, die derzeit vor allem den Innenausbau verhindern. So müssten tragende Balken, von denen man gehofft habe, dass sie weiterverwendet werden können, nach Begutachtung wohl ersetzt werden. „Wir müssen auf das Ergebnis der Prüfstatiker warten“, erklärt Peters den augenscheinlichen Stillstand am Bau. Die Produktionsmaschinen habe er schon vor eineinhalb Jahren geordert und ein Usedomer Landwirt werde für die Inselmühle vertragsgemäß Raps anbauen.

Geschichte der Usedomer Inselmühle wird dargestellt

Ein Raum im Untergeschoss soll zur Darstellung der Geschichte der Inselmühle hergerichtet werden. „Dafür sind in einer Scheune einige der alten Maschinen zwischengelagert worden“, beweist Peters einmal mehr, dass ihm das Objekt mit seiner wechselvollen Geschichte am Herzen liegt.

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Der 85-jährige Karl Schmidt war früher Müller in der Usedomer Mühle

Der 85-jährige Karl Schmidt war früher Müller in der Usedomer Mühle.

Einer der wichtigsten Zeitzeugen ist der 85-jährige Karl Schmidt, der fast 30 Jahre als Meister in der Inselmühle gearbeitet hat. Schmidt wohnt noch heute in der Nachbarschaft und verfolgt das Baugeschehen verständlicherweise mit größtem Interesse. So begrüßt der einstige Müller auch das Vorhaben, zur Bäderstraße hin ein Verkaufsgebäude zu errichten, in dem die regionalen Produkte direkt und ohne Transportwege angeboten werden. Wobei Torsten Peters betont, dass in der Inselmühle keine Massenproduktion stattfinden wird. „Wir wollen eine Manufaktur bleiben und unsere Erzeugnisse so anschaulich wie möglich darbieten.“

Weihnachtsmarkt vor der Mühle soll Usedom beleben

Auf dem Betriebsgelände sind indes umfangreiche Erdarbeiten im Gange, weil an der Stelle, an der ein Lagergebäude entstehen soll, in Größenordnungen Boden ausgetauscht werden muss, erklärt Peters. Das Betriebsgelände bleibe jedoch auch nach Abschluss der Bauarbeiten groß genug, um hier später Weihnachts- oder andere Märkte zur Belebung der Stadt durchführen zu können.

Ingrid Nadler

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