Zempin

Schön: Existenzielle Bedrohung für Zempin

Zempins Bürgermeister Werner Schön kämpft um den dauerhaften Küstenschutz in Regie des Landes MV.

Zempins Bürgermeister Werner Schön kämpft um den dauerhaften Küstenschutz in Regie des Landes MV.

Zempin. Zempins Bürgermeister Werner Schön fordert von der Schweriner Landesregierung, dass das Land MV seiner Verantwortung für den Küstenschutz entlang der Usedomer Ostseeküste gerecht wird. Es könne nicht sein, dass – wie im Falle Zempins – die Gemeinde teilweise für die Beseitigung von Sturmschäden an der Küste finanziell aufkommen müsse, sagte er am Sonntag während des Zempiner Neujahrsempfangs. Schön sprach in diesem Zusammenhang von einer „existenziellen Bedrohung“ für das kleinste Usedomer Seebad und warf Schwerin vor, „daran zu arbeiten, dass auch wir nur noch am Tropf des Landes hängen“. Momentan verfüge die Gemeinde Zempin noch über einen ausgeglichenen Haushalt.

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Bekanntlich ist der 900 Meter lange Zempiner Küstenabschnitt bei Sturmfluten regelmäßig Schauplatz enormen Sandabtrags. Erst zu Jahresbeginn wurde ein gehöriger Teil der neuen Opferdüne wieder fortgespült. Ab Oktober, so Schön, sollen erneut Sand aufgespült und Strandhafer gepflanzt werden. Zudem kündigte der Bürgermeister an, dass die Gemeinde die in den Dünen gelegene Ruine des ehemaligen Heims „Frieden“ kaufen und diesen Schandfleck durch Abriss endlich tilgen werde.

Junge Tänzerinnen des Zempiner Vereins für Groß und Klein stimmten die Gäste auf den Neujahrsempfang ein

Junge Tänzerinnen des Zempiner Vereins für Groß und Klein stimmten die Gäste auf den Neujahrsempfang ein.

Der Neujahrsempfang diente auch dazu, engagierten Zempiner Mitbürgern Dankeschön zu sagen. Besonderer Dank galt zum Beispiel Erik Maaß, der sich für grandiose Feuerwerke am Zempiner Strand engagiert, und Gisela Schmidt, unter deren Händen die Kostüme für die jungen Tänzerinnen des 2018 gegründeten Zempiner Vereins für Groß und Klein stammen. Für Glanz sorgte auch eine Auszeichnung für Bürgermeister Schön selbst, der am Vorabend für 49-jährige Mitgliedschaft und 18-jährigen Leitungsdienst in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen der Sonderstufe ausgezeichnet worden war.

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Feuerwerker Erik Maaß (links) erhält ein Dankeschön für sein Engagement, wenn es um die Zempiner Strandfeuerwerke geht

Feuerwerker Erik Maaß (links) erhält ein Dankeschön für sein Engagement, wenn es um die Zempiner Strandfeuerwerke geht.

Tom Schröter

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