Aktion für Umweltschutz

Wolgast hat eine Klimahelden-Kita

Statt eines Wäschetrockners wird in der Wolgaster Kita Sankt Marienstift die Wäsche aufgehangen: Lucy, Anna, Nils, Amy und Julien (v.l.).

Statt eines Wäschetrockners wird in der Wolgaster Kita Sankt Marienstift die Wäsche aufgehangen: Lucy, Anna, Nils, Amy und Julien (v.l.).

Wolgast. Muss man beim Bäcker für die Brötchen immer Tüten bekommen? Wie kommt eigentlich so viel Plastikmüll ins Meer? Wie leiden Meerestiere darunter? Im Kindergarten Sankt Marienstift setzen sich die Kleinen schon mit diesen Fragen auseinander. „Immer freitags ist unser Umwelttag. Dann geht es auch um den Klimaschutz“, sagt Kita-Leiterin Theresia Asmussen. Mit dieser Initiative hat es der Katholische Kindergarten in Wolgast geschafft, bundesweit als eine der ersten Einrichtungen in die Liste der Klimahelden-Kitas aufgenommen zu werden.

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Kitas für den Klimaschutz

Jetzt kommt „Kita for Future“ – gemeinsam soll mit Kindertagesstätten, Kindergärten, Kitaverbänden und Kitaeltern die „Friday For Future“-Bewegung für eine lebenswerte Zukunft der Kinder unterstützt werden. Fridays for Future ist eine Schüler- und Studentenbewegung, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Nach dem Vorbild der Initiatorin Greta Thunberg gehen Schüler freitags während der Unterrichtszeit auf die Straßen und protestieren.

„Seit Mai gibt es bundesweit die unverbindliche Struktur ,Kita for Future’. Wir wollen Mut machen. Andere Kitas sollen schauen, was man machen kann“, sagt Andreas Dreyer aus Hamburg. Der Diplom-Sozialarbeiter ist der Mitbegründer der Bewegung. Auf der Seite „Klimahelden-Kitas“ werden beispielhaft Kitas und Kita-Verbände vorgestellt, die Klima und Umwelt zu Schwerpunkten der frühkindlichen Bildung machen.

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So wie in der Einrichtung in der Wolgaster August-Dähn-Straße, wo schon am Eingang der Umweltgedanke gelebt wird. Am Zaun hängen ausgediente Gummistiefel – bestückt mit bunten Blühpflanzen. Auf dem Grundstück gibt es ein Insektenhotel und eine Insektentränke. „Wir nutzen nicht den Wäschetrockner, stattdessen hängen die Kinder die Wäsche auf“, zählt die Leiterin einige Umweltaktivitäten auf. „Wenn es um das Klima geht, ist keiner zu klein. Die Kinder sollen ihre kleine und große Welt kennenlernen. Für den Klimaschutz sein, ja, aber man muss es auch machen. Nur streiken können wird nicht“, betont die Hohendorferin, die gegenwärtig mit ihren Mitarbeiterinnen in der schmucken Stadtvilla 32 Kinder betreut.

Großes Thema ist Social Media

Und die haben sich als kleine Künstler auf 100 Postkarten verewigt, die in den nächsten Tagen bundesweit verschickt werden sollen. Auch hier spielt der Umweltgedanke mit. Die Adressaten sind große Firmen, bekannte Marken, Personen aus der Region – ihnen allen wird die Frage gestellt, was sie für die Kinder der Welt tun und „unserem Zuhause – dem Planeten Erde“? „Wir sind auf die Reaktionen gespannt“, so Theresia Asmussen. Sie hatte sich für die Karten entschieden, weil die Kinder dort bei der Gestaltung beteiligt waren. Sollte es Feedback geben, wird das auf mehreren Kanälen ausgestrahlt. Social Media ist im Haus ein großes Thema. Homepage, Instagram oder Twitter – hier sind die Kinder mit ihren Projekten unterwegs. „Transparenz steht bei uns ganz oben“, so die Leiterin. Über Twitter wurden auch die Macher von „Kita for Future“ auf die Wolgaster aufmerksam, die ihren Aktionstag immer freitags unter das Motto „Fridays for Future – die Schöpfung bewahren“ gestellt haben.

Überhaupt denkt man im Haus groß – das fängt beim Projekt „Globales Lernen“ an und hört beim Post-Crossing auf. Für jede selbst versendete Karte bekommt man von einem anderen Postcrosser weltweit eine Karte zurück. Auf dem Flur der Kita hängen an einer Leine Postkarten aus China, Neuseeland, USA oder Taiwan.Infos: kitaforfuture.de

Henrik Nitzsche

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