Dörfer der Region

Überraschendes aus der Kirchenchronik

Christine Rusch setzt sich sehr stark für den Ort und die Kirchengemeinde ein. Bei Feierlichkeiten spielt sie die Orgel in der Kirche. Und weil die gerade saniert wird, nehmen die Besucher auf Gartenstühlen Platz.

Christine Rusch setzt sich sehr stark für den Ort und die Kirchengemeinde ein. Bei Feierlichkeiten spielt sie die Orgel in der Kirche. Und weil die gerade saniert wird, nehmen die Besucher auf Gartenstühlen Platz.

Groß Bisdorf. Fragt man im Ort nach jemandem, der alles im Blick hat, fällt als erstes ihr Name: Christine Rusch. Den Überblick hat sie vielleicht auch deswegen, weil sie zentral im Ort wohnt, vor allem aber wegen ihrer Tätigkeit im Kirchengemeinderat und weil sie seit 40 Jahren in Groß Bisdorf zu Hause ist.

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Früher hat es auf ihrem Nachbargrundstück noch eine Gaststätte gegeben. Wann das war, weiß Christine Rusch aber nicht mehr. Sogar eine Post, eine Arztpraxis und mehrere Einkaufsläden waren in Groß Bisdorf ansässig. Und Kneipen – davon zeugt zumindest ein Eintrag aus der Kirchenchronik von 1873. Der ehemalige Pfarrer des Ortes Carl Trantow schrieb dazu folgende Worte: „Die Sittlichkeit hat sich auch in diesem Jahre nicht gehoben; das Laster der Völlerei und Trunkenheit wird gefördert durch 5 Bierlokale für die Ortschaften Gr. und Kl. Bisdorf, die kaum 350 Seelen zählen.“

Keiner wusste von der Deckenmalerei

Bei einer Fahrt durch den Ort fällt heute vor allem die große Kirche ins Auge. Groß Bisdorf ist damit Anlaufpunkt für sämtliche kirchliche Belange. Der Bau aus dem 13. und 14. Jahrhundert wird zurzeit saniert. „Das spektakulärste hier ist sicherlich die Deckenmalerei“, sagt Christine Rusch. 1722 wurden die Holzbretter von Frantz Biehl aufwendig bemalt. Doch dem großen Bild, das alttestamentarische Geschichte und eine Heiligenlegende zeigt, war man sich gut 170 Jahre später überdrüssig und bespannte sie mit weiß angestrichenen Leinen.

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Zurzeit wird die inzwischen freigelegte Deckenmalerei aufwendig saniert, denn die rostigen Nägel haben Spuren hinterlassen. Auch neue Kirchenbänke sind in Arbeit. Noch aber müssen Besucher mit den roten Gartenstühlen vorlieb nehmen.

Lesen Sie alle Teile der Serie:

Devise der Pastorin: Weg wollen wir nicht wieder

Zur Arbeit ins eigene Wohnzimmer

Dana Frohbös

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