DLRG

Neues Fahrzeug für die Prerower Retter

Patienten können auf dem neuen Fahrzeug der DLRG Prerow transportiert und versorgt werden.

Patienten können auf dem neuen Fahrzeug der DLRG Prerow transportiert und versorgt werden.

Prerow. Gerade rechtzeitig zum großen Gästeandrang konnte die Ortsgruppe Prerow der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst nehmen. Zum kleinen Festakt mit Sekt und Schnittchen war auch der Landesminister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe, nach Prerow gekommen. Sein Haus hat 23 000 der 27 000 Euro Anschaffungskosten für ein Fahrzeug übernommen, „um der Herausforderung gerecht zu werden, auch im Rahmen der ’First-Responder-Einsätze’ die Bereiche Prerower Nordstrand, Regenbogencamp, Darßwald und Weststrand abzudecken”, so Glawe. Teils unwegsames Gelände und größere Entfernungen können dort die Erstversorgung Hilfsbedürftiger erschweren.

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Der neue, kompakte Allrounder für Wald, Strand und Straße kann bei Bedarf auch ein Boot ziehen. 35 Zentimeter breite, allradangetriebene Reifen sorgen bei einem Druck von unter einem Bar für Wendigkeit im Gelände, das Einsatz-Equipment befindet sich in aufklappbaren Seiten, die Spezialauf- und Umbauten in Edelstahl besorgte die Firma Baase in Grimmen. Das Fahrzeug bietet drei Einsatzkräften Platz im Fond sowie einen Zusatzsitz auf der umgebauten Pritsche neben der in Fahrtrichtung positionierten Trage. So kann ein Patient schneller transportiert und dabei „achsengerecht liegend betreut werden, ein wesentlicher Fortschritt, der den Prerowern und ihren Gästen nützt“, erklärte Uwe Jahn, Chef der DLRG-Ortsgruppe Prerow. Bisher hätten die Patienten quer auf dem Quad gelegen.

16 000 ehrenamtliche Dienststunden

„Wir haben hier exzellente Bedingungen“, dankte Jahn nicht nur Spendern sondern auch Nachbarn, Kurbetrieb und Gemeinde für die gute Zuammenarbeit. Bürgermeister René Roloff, der sich über weitere Fördermittelzusagen in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro für Projekte im gesamten Ortskomplex freuen konnte, würdigte die Bedeutung der Lebensretter: „Ohne die DLRG ist eine Saison hier gar nicht denkbar.“ 16 000 ehrenamtliche Dienststunden habe seine Organisation im vergangenen Jahr in Prerow geleistet, führte Dr. Detlev Mohr, DLRG-Vizepräsident aus, dabei sei es zu über 550 Erste-Hilfe-Einsätzen gekommen.

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Sorgen machte ihm allerdings die rückläufige Schwimmfähigkeit der Kinder und appellierte, weiteren Bäderschließungen entgegenzuwirken. Nur noch die Hälfte der Zehnjährigen könne schwimmen und 500 Ertrunkene in Deutschland im Jahr 2018 seien zuviel. Doch „Gott hat keine anderen Hände als unsere“, zitierte Kurpastorin Ute Rokahr aus Göttingen, die 1990 das Fischland für sich entdeckt hatte und dem Darß treu geblieben ist. Dorothee Sölle, wünschte dem Wirken der DLRG Gottes Segen. Eine „maritime Version“ des 23. Psalms soll die Einsatzkräfte zukünftig begleiten: „Der Herr ist mein Lotse, ich werde nicht stranden ....“ Das gab sie Uwe Jahn sogar schriftlich.

Susanne Retzlaff

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