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Zu hohe Baukosten

Prerow: Straßensanierung im alten Ortskern verschoben

Die Alte Straße und die Hirtenstraße in Prerow werden in diesem Jahr nicht saniert.

Die Alte Straße und die Hirtenstraße in Prerow werden in diesem Jahr nicht saniert.

Prerow.Die Alte Straße und die Hirtenstraße in Prerow werden in diesem Jahr nicht saniert. Noch im Frühjahr war zwar signalisiert worden, so Bürgermeister René Roloff, dass es für die Sanierung zweier der ältesten Straßen des Ortes Fördermittel geben könne. „Wir haben alles in Bewegung gesetzt. Aber wir bekommen das auf die Schnelle nicht hin“, so Roloff. Bis November müsste die Sanierung abgeschlossen sein, um auch noch rechtzeitig die Fördermittel, die aus dem sogenannten Fonds für integrierte ländliche Entwicklung (ILERL MV) kommen sollen, abrechnen zu können.

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Für die Verschiebung gibt es vor allem zwei Gründe. So liegen die Angebote der Baufirmen, die sich auf die Ausschreibung der Bauleistungen beworben haben, etwa 25 Prozent höher als die geschätzten Baukosten in Höhe von rund 450000 Euro. „So viel haben wir nicht in der Kasse“, so Roloff. Außerdem seien noch Grundstücksfragen zu klären. „Deshalb können wir den Straßenbau nicht in diesem Jahr durchführen“, so der Prerower Bürgermeister.

„Wir haben alles in Bewegung gesetzt. Aber wir bekommen das auf die Schnelle nicht hin“, sagt Prerows Bürgermeister René Roloff zu der geplanten Sanierung der Alten Straße und der Hirtenstraße.

„Wir haben alles in Bewegung gesetzt. Aber wir bekommen das auf die Schnelle nicht hin“, sagt Prerows Bürgermeister René Roloff zu der geplanten Sanierung der Alten Straße und der Hirtenstraße.

Laut Roloff seien die Fördermittel jedoch nicht verloren. In den nächsten Jahren könne das Projekt erneut angefasst werden. „Aber es muss stimmig sein.“ Der Fördermittelantrag soll auf jeden Fall aufrechterhalten werden.

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Fahrradstraße wird gebaut

Zweimal wird in diesem Jahr aber in Prerow dennoch gebaut. Die Marienstraße wird bis zur Ecke Küsters Allee saniert. Hier wird aus dem Sandweg eine Asphaltstraße. Im Oktober sollen die Arbeiten beginnen. Gleiches gilt für den Ausbau des Dünenweges und des Mittelgrundes zur Fahrradstraße. Hier wird die Fahrbahn für mehr als 600000 Euro asphaltiert. Das Vorhaben wird zu 90 Prozent gefördert. Die Fahrradstraße ist Bestandteil des Europaradweges Euro Velio 10. Der zu sanierende Abschnitt läuft vom Deich über den Dünenweg und Mittelgrund bis zur Landesstraße 21.

Im nächsten Schritt soll der Radweg auf dem Deich vom Dünenweg Richtung Zingst bis zum Ortsausgang Prerow saniert werden. Hier ist aber laut René Roloff noch offen, wann die Maßnahme umgesetzt wird.

Kritik an Parkgebührenordnung

Die Gemeindevertreter Prerows haben außerdem eine überarbeitete Parkgebührenordnung beschlossen. Ziel sei es, die Satzung an die Realität anzupassen, so Bürgermeister Roloff. „Wir schweben in bestimmten Bereichen im rechtsfreien Raum.“ So seien die Parkgebühren für die Parkplätze an den E-Lade-Säulen (Hafen und Strandübergang 23) bislang nicht in der Satzung verankert gewesen. Außerdem waren in der Satzung Wohnmobilstellplätze auf dem Parkplatz am Hafen aufgeführt. Die gibt es aufgrund baulicher Veränderungen jedoch nicht mehr. Dafür sind nun Parkgebühren für Wohnmobile für den Parkplatz Lange Straße/Weststrand in der Satzung festgeschrieben worden.

Kritik an der Satzung gab es unter anderem von Henry Plotka, der die überarbeitete Fassung als nicht ausgereift ansah. „Ich halte davon nicht viel. Wir können nicht alle zwei Monate die Satzung ändern“, sagte er. Auch Stefanie Heuser, Vorsitzende des Betriebsausschusses forderte eine umfangreiche Überarbeitung der Benutzungsordnung und Gebührenordnung für die öffentlichen Parkplätze und Parkscheinautomaten Prerows.

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Die Gemeindevertreter einigten sich darauf, dass eine solche überarbeitete Fassung bis Ende des vierten Quartals vorliegt, um sie für die nächste Saison auf den Weg zu bringen. In der Arbeitsgruppe, die sich mit der Überarbeitung des Verkehrskonzeptes für das Ostseebad beschäftigt, soll auch dieses Thema behandelt werden.

Straße umbenannt

Die neue Straße zwischen Bergstraße und Bebelstraße soll Kronswinkel heißen. Das beschlossen die Gemeindevertreter Prerows am Dienstag ebenfalls. In diesem Zuge wird auch ein bestehendes Teilstück der Bebelstraße, ein Abzweig in Richtung Westen, der mit der neuen Straße verbunden ist, ebenfalls in Kronswinkel umbenannt. Diskussionen gab es um die Adressänderungen für die Anwohner dieses Teilstücks. Nach Auskunft der Amtsverwaltung müssen die Anwohner die Kosten für Änderungen – beispielsweise im Personalausweis – selbst tragen.

Seebrückenbau: Ausweichzugang zum Strand

Neues gab es auch zum geplanten Bau des Ersatzhafens an der Seebrücke in Prerow. Der zuständige Projektkoordinator im Umweltministerium, Dr. Frank Weichbrodt, stellte den aktuellen Stand der Planungen vor. Die Genehmigungsplanung sei abgeschlossen, die notwendigen Fachgutachten seien erstellt worden. Die Unterlagen würden nun zusammengetragen, um in das sogenannte Planfeststellungsverfahren zu starten. Das könne bis zu einem Jahr dauern. In dieser Zeit würden sämtliche Pläne nochmals öffentlich ausgelegt. Behörden, betroffene Anlieger und auch jeder Bürger können diese Einsehen und gegebenenfalls Einwände erheben.

Ende 2020 soll der Bau beginnen. Dann wird es zeitweise auch Einschränkungen am Zugang zum Strand geben, so Dr. Frank Weichbrodt. Etwa drei Monate – außerhalb der Hauptsaison – würden die Arbeiten am Fuß der Seebrücke dauern. Neben dem Abriss der alten Seebrücke müssen dann unter anderem neue Pfähle in den Boden gerammt werden. Deshalb werde ein temporärer Strandzugang etwa 50 Meter westlich des Hauptzugangs geschaffen. Der Weg führt dann über die Düne zum Strand.

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Diese Arbeiten sollen jedoch außerhalb der Saison ausgeführt werden. Die Belieferung der landseitigen Baustelle mit Maschinen und Material erfolgt dann über den Strandaufgang am Sportstrand. Die seeseitige Baustelle wird auch über den Seeweg beliefert.

Robert Niemeyer

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