Redaktionsporträt

Ribnitz-Damgarten: Bericht gab Anstoß für neuen Bildungscampus

Von links: Edwin Sternkiker, Robert Niemeyer, Timo Richter, Jo von Bahls arbeiten in der Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten – hier auf dem Ribnitzer Markt.

Von links: Edwin Sternkiker, Robert Niemeyer, Timo Richter, Jo von Bahls arbeiten in der Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten – hier auf dem Ribnitzer Markt.

Ribnitz-Damgarten. Ein Blick auf die Landkarte im Zimmer des OZ-Lokalchefs macht den Einzugsbereich der Ribnitz-Damgartener Redaktion deutlich: Er umfasst rund 1200 Quadratkilometer – vom Recknitztal über die Boddenküste bis zu den Ostseestränden. Inmitten dieses reizvollen Terrains liegen die Städte Ribnitz-Damgarten, Marlow, Bad Sülze und Barth. Aus ihnen und umliegenden Gemeinden berichten die Redakteure ebenso wie aus den Ostseebädern auf Fischland, Darß und Zingst.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Es ist nicht nur die Schönheit der Landschaft, sondern auch die Vielfalt der Themen, die die Arbeit in dieser Redaktion so besonders machen“, schwärmt Robert Niemeyer. Der 37-Jährige, der an der Universität Oldenburg im Lehramt Sport und Deutsch studierte und 2017 Redakteur bei der OZ wurde, leitet seit 2017 die Redaktion in der Bernsteinstadt. Dazu, dass er hier längst angekommen ist, trägt seine Fußballbegeisterung bei. Diese Leidenschaft lebt er beim Ribnitzer SV aus: „Durch den Sport habe ich viele Kontakte und lerne bei den Auswärtsspielen Orte kennen, an die ich sonst wohl nicht so schnell gekommen wäre.“

Auch wenn sich sein lokaler Horizont auf diese Weise erweitert hat, liegt sein Fokus auf Ribnitz-Damgarten: „Hier bin ich hauptsächlich tätig.“ Themen finden sich dort reichlich. Ein besonders prägnantes Beispiel dafür ist der Bildungscampus in Ribnitz. Ein Vorhaben, für das 30 Millionen Euro veranschlagt sind.

Marode Demmlerschule – die Redaktion blieb ständig am Thema

Den Anstoß dafür, so meint der Lokalchef, habe die OZ gegeben. Dass es dazu kam, ist einem Bericht über eine Vorortsitzung des Sozialausschusses geschuldet. Bei der Visite habe eine Lehrerin bei der Besichtigung eines Klassenraums erklärt: „Hier dürfen die Kinder wegen der schlechten Statik nicht springen!“, erzählt Niemeyer.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das war der Redaktion Anlass dafür, den Zustand der Demmlerschule genauer unter die Lupe zu nehmen und den Stein ins Rollen zu bringen. Inzwischen nimmt der Campus Gestalt an. „Bald werden Lehrer und Schüler dort unter modernsten Bedingungen lehren und lernen können. Gut, dass wir am Thema geblieben sind“, zeigt sich Robert Niemeyer zufrieden.

Redaktionsleiter Robert Niemeyer und Edwin Sternkiker besprechen die nächsten Themen.

Redaktionsleiter Robert Niemeyer und Edwin Sternkiker besprechen die nächsten Themen.

Edwin Sternkiker (62) empfahl sich 1990 der OZ als Autor von historischen Beiträgen. Die spätere Lokalchefin, Helga Holtfoth, holte ihn 1992 in die Redaktion. Seither ist er Redakteur in der Bernsteinstadt und dort für viele so etwas wie „Mister Ostsee-Zeitung“. Dank seiner Bekanntheit kann er Themen quasi auf der Straße einsammeln: „Die Leute sprechen mich oft an und machen mich auf Probleme aufmerksam. Natürlich habe ich aber auch andere Quellen, so im Rathaus, in der Volksvertretung und in Vereinen.“ Besonders glücklich ist der promovierte Historiker, wenn er historischen Ereignissen nachspüren kann.

Beim Abriss historische Dokumente entdeckt

Zu den spektakulärsten Erfolgen gehört dabei ein sensationeller Fund im Jahre 1999. Damals wurde das neue Redaktionsgebäude in der Langen Straße 43/45 errichtet. „Beim Abriss eines Schuppens entdeckten Bauleute Akten aus mehreren Jahrhunderten, die früher zum Stadtarchiv gehörten. Seit 1945 galten sie als verschollen. Die Arbeiter machten mich darauf aufmerksam“, erzählt Sternkiker, der damals sofort den Wert der Papiere erkannte und sie vor dem dauerhaften Verlust rettete.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Timo Richter

Timo Richter

Dass er das Privileg hat, von Deutschlands schönster Halbinsel zu berichten, ist Timo Richter klar. „Obwohl ich es bei meinem Einstieg im Jahre 2008 strikt abgelehnt hatte, diesen Bereich zu übernehmen, bin ich jetzt sehr froh darüber“, gibt der gebürtige Cuxhavener zu. Dass er sich mit seinen oft kritischen, doch sachlichen Berichten nicht immer Freunde macht, ist dem Publizisten, Politikwissenschaftler und Romanisten klar.

Umstrittene Projekte auf Fischland-Darß-Zingst

Doch die Bebauung des Borner Holms, die geplante Darßbahn oder der Prerower Hafenbau fordern solche Sicht der Dinge heraus. „Auch dass die Gemeinde auf Fischland, Darß und Zingst den Bau von Ferienwohnungen ablehnen und dafür Wohnungen für die Mitarbeiter von touristischen Einrichtungen errichten wollen, ist eine Problematik, mit der ich mich befasse“, sagt der 57-Jährige.

Annika Wenning (39) gehört seit 2012 zur Redaktion. Die Duisburgerin studierte bis 2008 in Münster Germanistik, Politikwissenschaft und Geschichte. Anschließend begann sie ein Volontariat bei der OZ. Nach dessen Abschluss arbeitete sie zwei Jahre lang in Zinnowitz und wechselte von dort nach Ribnitz-Damgarten. Seitdem ist sie vorrangig in den Gemeinden und Städten des Umlandes unterwegs.

Atemberaubende Entwicklungen in Barth

In den vergangenen vier Jahren war sie speziell für Barth zuständig. „Die Stadt hat eine atemberaubende Entwicklung genommen. Ich denke dabei an den Bau des neuen Hafenbeckens, an neue Hotels und Apartments. Auch über die Pläne für das Vinetarium mit einem Wohn- und Freizeitkomplex gibt es viel zu schreiben“, zählt sie auf. Gegenwärtig noch in der Elternzeit, kehrt sie Ende des Jahres an ihren Arbeitsplatz zurück.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Barth ist sein Arbeitsschwerpunkt: Jo von Bahls arbeitet an einem neuen Beitrag.

Barth ist sein Arbeitsschwerpunkt: Jo von Bahls arbeitet an einem neuen Beitrag.

Einstweilen übernimmt Jo von Bahls (59) als Berichterstatter die Vinetastadt. Der leidenschaftliche Segler arbeitete als Kunst- und Theaterkritiker der „Welt am Sonntag“ sowie unter anderem als Chefredakteur verschiedener unabhängiger Printmedien. Kürzlich verlegte er seinen Wohnsitz in die Region und ist dort nun für die OZ im Einsatz.

Von Werner Geske

Mehr aus Ribnitz-Damgarten

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen