Barth

Tourismus-Projekt in den Startlöchern

So soll das UKA-Gebäude nach dem Umbau aussehen.

So soll das UKA-Gebäude nach dem Umbau aussehen.

Barth. In zwei Wochen will der Stralsunder Architekt und Statiker Mario Wandlowski von der ESI Baustatik und Planung GmbH Stralsund in seiner Funktion als Projektleiter die Bauanträge für den Komplettumbau des früheren UKA-Gebäudes am Barther Wirtschaftshafen beim Landkreis einreichen. Mit einem positiven Bescheid von der Unteren Baubehörde rechnet er spätestens Mitte März, so dass dann sofort mit dem Entkernen des riesigen Gebäudes begonnen werden könnte.

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Neues Haus soll drei bis vier Sterne bekommen

Ein B-Plan müsse nicht aufgestellt werden, weil das Bauwerk ja schon existiert, erklärte er. Eine Bauvoranfrage sei positiv beschiedenen worden – jedoch mit der Auflage, die Balkone möglichst klein zu halten. „Dem werden wir natürlich nachkommen, trotzdem werden sie behindertengerecht ausgeführt sein“, sagte er.Der größte Teil der Umbauarbeiten wird im Gebäudeinneren vonstattengehen. Nach der Entkernung sollen im Bereich der großen Lagerhalle neue Trennwände hochgezogen werden, für die zuvor Fundamente geschaffen werden müssen. Als kleine technologische Herausforderung bezeichnete Mario Wandlowski das Einziehen neuer Zwischendecken aus Stahlbeton. „Weil es sich um ein ehemaliges Industriegebäude handelt, liegen ja alle Wände frei. So konnten wir uns von ihrem soliden Zustand überzeugen und dürften vor unvorhergesehen Überraschungen ziemlich sicher sein“, erklärte er zuversichtlich. Auftraggeber ist die Investorengruppe NBW Controlling GmbH & Co. KG, die das einstige Lagergebäude für Kasernenausstattungen der NVA-Unterkunftsabteilung (UKA) Rostock, das in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre als Zellmühle errichtet worden war, zu einem Beherbergungsbetrieb mit Gastronomie, Fitnesszentrum und Lagerboxenvermietung umfunktionieren möchte. Auf Drei- bis Viersterne-Niveau sollen hier Radtouristen, Wasserwanderer und an ihren Booten arbeitende Eigner für ein bis drei Tage verweilen können.

Barth im Aufschwung

In der vergangenen Woche hatte NBW-Sprecher Wolfgang Hecht Investoren, Interessenten sowie an der Umsetzung Beteiligte zu einem gemeinsamen Vororttermin eingeladen, um sich an Ort und Stelle ein eigenes Bild von der Ausgangssituation machen und in das Vorhaben hineindenken zu können. Barth habe in den vergangenen Jahren einen unglaublichen Aufschwung genommen, jede Baulücke werde ausgenutzt. Noch vor fünf Jahren wäre er hier an solch ein Projekt nicht herangegangen, doch schon nach weiteren drei bis fünf Jahren erwarte er hier die Entfaltung eines blühenden Tourismus, pries der Gastgeber den Standort. Auch Konditormeister Hendryk Kühl, der Geschäftsführer der Stadtbäckerei Grimmen, lobte die Entwicklung von Barth: „Es versetzt mich in Staunen und macht Spaß, den Weg der Stadt während der letzten zehn Jahre zu verfolgen. Man darf darauf gespannt sein, was die Zukunft noch bringen wird.“ Er wäre der Einladung aus informativen Gründen gefolgt, um über ein Konzept für die zukünftige Frühstücks- und Tagesgastronomie nachdenken zu können. Seinen Betriebsleiter Thomas Everartz und den befreundeten Autohändler Ulf Hückstädt hatte sich Hendryk Kühl als Vertraute mitgebracht. Das Grimmener Trio ließ sich nach einer Begehung der Räumlichkeiten ausführlich von ESI-Mitarbeiterin Marleen Lau über den für die Gastronomie vorgesehenen Gebäudeteil unterrichten. Weithin sichtbar kündet mittlerweile ein riesiges Banner an der Gebäudefassade vom nahenden Baubeginn. Als einer der Hauptpartner ist darauf der Ferienanbieter „Novasol“ aufgeführt, der laut Wolfgang Hecht den entstehenden Beherbergungsbetrieb als absolutes Premiumprodukt werte. „Geplant ist, mit ihm im I. Quartal 2020 an den Markt zu gehen“, kündigte er an.

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Volker Stephan

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