Wirtschaft

Bergen soll eine Marke werden

Die Stadt Bergen will die Wirtschaft anzukurbeln.

Die Stadt Bergen will die Wirtschaft anzukurbeln.

Bergen. Die Stadt Bergen möchte ihre Wirtschaft stärken und die Infrastruktur verbessern. Zusammen mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern hat die Verwaltung dazu eine Stärken-Schwäche-Analyse durchgeführt und viele Unternehmer in der Stadt interviewt. In die Analyse flossen Bereiche wie Innenstadt, Bildung, Gesundheit, Bergen als Gewerbestandort und die allgemeine Infrastruktur ein. „Wichtig dabei ist zu erfahren, was sich die Unternehmer wünschen und was ihnen wichtig ist“, sagt Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos). Diese Themen diskutierte sie mit Einwohnern und Geschäftsleuten.

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Viele Interessierte sind zur Versammlung gekommen, um zu erfahren, wie Bergen aus wirtschaftlicher Sicht dasteht und wie sich die Stadt entwickeln möchte. Grund dieser Standortoffensive ist unter anderem der Bevölkerungsrückgang und damit verbunden der Rückgang in der Wirtschaft. Eine Analyse soll nun erste Ergebnisse liefern, an welchen Schrauben die Stadt in Zukunft drehen muss. Es geht nicht nur um Wirtschaft, sondern um Infrastruktur, die Stadt als Tourismusstandort und als eigene Marke. Klar gesagt, Bergen soll dauerhaft als attraktive und lebenswerte Stadt bei Touristen und Einheimischen angesehen werden.

Video Bergen

Video Bergen

Ein klares Leitbild fehle

Ein klares Leitbild fehle der Stadt, ebenso ein klar strukturiertes Standort-Marketing. „Die Marke Bergen fehlt“, sagt Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Vorpommern. Kurzum, die Stadt wirke nach außen nicht einheitlich geschlossen. Als Schwachpunkt wurde ebenfalls das Parkplatzangebot in der Innenstadt ausgemacht, auch ein nicht ausreichendes Flächenangebot für Wohnungsneubau sowie eine geringe Strahlkraft der Kulturangebote. Dafür könne die Stadt hingegen mit ihrer Größe und Lage punkten. Auch das Wohnumfeld und Bergen als Gewerbestandort wurde als positiv gewertet, genauso der gute Sanierungszustand im Allgemeinen. Chancen sieht Rolf Kammann demnach in der „Wiedererlangung der Mittelpunktfunktion“. Dies sei durch den Ausbau des Gewerbestandortes möglich oder in der „Fortsetzung des Stadtumbaus und der Innenstadtentwicklung“.

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23 Unternehmer befragt

„Die Offensive ist das Ziel“, sagt er. Deshalb wurde im ersten Schritt ein Imagefilm über Bergen gedreht, der seit einer Woche auf der Internetseite der Stadt zu finden ist. Eine Drohne filmt Sehenswürdigkeiten wie den Rugard-Turm oder die St.-Marien-Kirche. Auch kommen viele Menschen, darunter Gewerbetreibende zu Wort, die die Werbetrommel für Bergen rühren. Insgesamt wurden für die Analyse 23 Unternehmer zu Themen wie Handwerk, Infrastruktur, Wohnen oder Freizeitangebote befragt. „Glückwunsch zu Ihrer Unternehmerschaft. Viele haben Defizite angebracht, aber niemand hat gejammert.“, sagte er. Viele würden sich mit der Stadt identifizieren und sich Gedanken machen, wie die Stadt besser gestaltet werden kann.

Kultur kommt zu kurz

„Wir brauchen in Bergen Kreativität und Gemeinsamkeit“, mahnt etwa der Bergener Uwe Hinz an. Viele Leute hätten sich in den vergangenen Jahren am Stadtrand angesiedelt, die sich mit der Innenstadt kaum identifizieren. „Aber dass die Innenstadt das Herz Bergens ist, das vergessen viele“, sagt er. Viele Bergener Unternehmer würden bereitstehen, wenn es um die Entwicklung dieser Stadt geht. „Wir müssen nur anfangen, umzudenken.“ Für Stadtvertreterin Monika Quade kommt die Kultur in Bergen bisher zu kurz. „Ich habe den Film gesehen und bin stolz auf diese Stadt. Aber ich bitte deshalb die Bürger, zu den Ausschusssitzungen und zur Stadtvertretung zu kommen, um mitzuwirken und den kulturellen Bereich voranzutreiben“, sagt sie.

„Fakt ist, dass wir uns Gedanken um die Zukunft machen. Die vielen Leute, die hier sind, zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Uwe Ambrosat von der Kreishandwerkerschaft Rügen-Stralsund-Vorpommern. „Auf die Dinge, die wir bisher erreicht haben, können wir stolz sein. Wir werden jetzt den Blick dafür haben, wo unsere Stärken liegen und uns darauf konzentrieren“, sagt Anja Ratzke.

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Hier gehts zum Imagefilm der Stadt Bergen.

Mathias Otto

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