Seenotkreuzer im Einsatz

Frachterunglück vor Rügen: Feuerwehr kämpft gegen Leck

Zwei Frachtschiffe sind in der Nacht zu Freitag vor der Ostseeinsel Rügen kollidiert. Bei dem Zusammenstoß schlug einer der beiden Havaristen leck.

Zwei Frachtschiffe sind in der Nacht zu Freitag vor der Ostseeinsel Rügen kollidiert. Bei dem Zusammenstoß schlug einer der beiden Havaristen leck.

Sassnitz. Dramatische Stunden in der Ostsee vor der Insel Rügen: Acht Seemeilen östlich von Sassnitz sind am frühen Freitagmorgen zwei Frachter zusammengestoßen. Bei dem Unglück sei der norwegische Frachter „Norvind“ Leck geschlagen, es sei zu einem größeren Wassereinbruch gekommen, sagte Ralf Baur, Sprecher der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger).

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Der Wassereinbruch konnte von der Besatzung unter Kontrolle gebracht werden, so dass von einer zunächst vom Kapitän erwogenen Evakuierung des Schiffes abgesehen werden konnte. Verletzt wurde niemand. An Bord des 110 Meter langen Stückgutfrachters „Norvind“ befinden sich 10 Besatzungsmitglieder, an Bord des 134 Meter langen deutschen Containerfrachters „Beate“ besteht die Crew aus 13 Mitgliedern.

Beide Frachter werden in Sassnitz-Mukran untersucht

Die beiden Seenotkreuzer „Vormann Jantzen“ und die „Berthold Beitz“ liefen gegen 4 Uhr nach dem Notruf sofort aus. Die Seenotleitung sendete ein Mayday Relay an die umliegende Schifffahrt, weil zunächst unklar war, wie groß der Schaden ist. Zudem sei ein Hubschrauber alarmiert worden.

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Beide Frachter fuhren dann mit eigener Kraft, aber in Begleitung von beiden Seenotkreuzern in den Hafen Sassnitz-Mukran. „Wir ermitteln an Bord beider Schiffe die Unfallursache“, sagte Björn Nürnberg, Sprecher der Landeswasserschutzpolizei MV. Dazu seien je zwei Beamte an Bord der Havaristen. Umweltgefährdende Stoffe sind nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ausgetreten. Das Technische Hilfswerk halte sich in Bereitschaft.

Ausmaß des Schadens an der „Norvind“ unklar

Das Leck an der vorderen Luke der Steuerbordseite der „Norvind“ weist oberhalb der Wasseroberfläche eine Größe von etwa 1,5 bis 2 Meter auf, wie groß der Schaden unterhalb der Wasseroberfläche sei, ist noch nicht bekannt. „Momentan tritt noch immer Wasser ein, aber es ist unter Kontrolle. Die Feuerwehr Sassnitz hat mit dem Pumpen von Wasser begonnen. Der Kapitän versucht mit Hilfe von Ballastwassertanks, das Schiff auf die Seite zu kippen, damit das Leck oberhalb der Wasseroberfläche liegt“, sagte Nürnberg. Anschließend werde versucht das Leck abzudichten.

Die „Norvind“ war auf dem Weg von Sassnitz nach Danzig, die „Beate“ hatte von Stettin aus Kurs auf Bremerhaven genommen. An der „Beate“ entstand ein kleinerer Schaden am Vorderschiff.

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Virginie Wolfram und Martina Rathke

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