Bergen

Gefahr für Mensch und Maschine

Nach dem Schlagloch-Flicken ist vor dem Schlagloch-Flicken: In Kasnevitz ist die Rügener Straßenmeisterei wöchentlich im Einsatz.

Nach dem Schlagloch-Flicken ist vor dem Schlagloch-Flicken: In Kasnevitz ist die Rügener Straßenmeisterei wöchentlich im Einsatz.

Bergen. Mit einer reaktionsschnellen Lenkbewegung konnte Fiete Ehrhardt so gerade noch ein tiefes Schlagloch auf der Rothenkirchener Straße, kurz vor dem Ortseingang von Dreschvitz, umfahren. Solche Autofallen sollten Kraftfahrer dieser Tage der Straßenmeisterei in Bergen melden.

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Viele Schlaglöcher entstanden während des Winters durch in den Asphalt einsickerndes und später gefrierendes Wasser, das die Fahrbahn geradezu aufsprengte. Die Fahrzeuge schleudern dann den Belag aus dem Loch. Die so entstehenden Vertiefungen können schnell zur Gefahr für Mensch und Maschine werden. Für die anrückenden Reparatur-Trupps bedeutet das viel Arbeit, die mitten im Verkehr ebenfalls nicht gerade ungefährlich ist. „Nachdem wir den Winterdienst jetzt hoffentlich einstellen können, wenden wir uns der Beseitigung der Schlaglöcher zu“, sagt Annett Jackisch, Leiterin der Straßenmeisterei. „Unsere Kolonnen führen wöchentliche Kontrollen in ihren Bereichen durch.“ Die Straßenmeisterei in Bergen ist für 365 Kilometer Straßen auf Rügen zuständig. Besonders von Schäden betroffen seien die RÜG 7 von Gademow nach Ralswiek, die wegen der Sperrung der B96 als Ausweichstrecke genutzt wird sowie die RÜG1 zwischen Altenkirchen und Kap Arkona, wo die touristische Nutzung besonders ausgeprägt sei, weiß Annett Jackisch. Hinzu kämen die Ortsdurchfahrten von Kasnevitz, Vilmnitz und auch Gustow. „In Kasnevitz sind wir im wöchentlichen Dauereinsatz.“

Ortsdurchfahrt Kasnevitz muss bis 2020 warten

Das wird auch in den kommenden zwei Jahren so bleiben, weiß Thomas Möller, vom Bauamt in Putbus. Zwar verordnete die Stadtvertretung der Holperstrecke im Ortsteil Kasnevitz per Beschluss vom Dezember 2016 höchste Priorität – bis dahin hatte die ebenfalls auf dem Gemeindegebiet von Putbus gelegene Ortsdurchfahrt Vilmnitz als besonders dringlich gegolten – aber der grundhafte Ausbau, bei dem dann auch neue Leitungen verlegt werden sollen, „wird durch das Straßenbauamt nicht vor 2020 in Angriff genommen“, so Möller.

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Dann müsse sich die Stadt auch überlegen, wie sie die notwendigen „Nebenanlagen“, also Straßenbeleuchtung sowie Rad- und Gehwege, finanzieren wolle. Die Kosten dafür würden leicht mehrere hunderttausend Euro betragen. Eine Möglichkeit könnte die Kofinanzierung im Rahmen der Gemeindeverkehrsfinanzierung sein.

Driest Uwe

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