Vitte/Stralsund

Hoffnung für die Hiddenseer Heringsfischer

Mahias und Nicolle Schilling mit den liebevoll verpackten Konserven in Vitte auf Hiddensee.

Mahias und Nicolle Schilling mit den liebevoll verpackten Konserven in Vitte auf Hiddensee.

Vitte/Stralsund. Am Wochenende hat in Vitte auf der Insel Hiddenseee der  „Konservenladen“ für Rügener Heringsspezialitäten eröffnet. Das besondere an den Konserven ist nicht nur der verarbeitetete heimische Fisch, sondern auch der regionale Wirtschaftskreislauf, den das Produkt durchläuft, wie Eigentümer Mathias Schilling beschreibt. Der frisch gefangene Hering wird in Sassnitz bei Euro-Baltic filetiert und in Stralsund nach unserer Rezeptur in die Konserven gebracht, von wo er wieder zurück auf die Insel oder in die bundesweite Vermarktung kommt. „Ich bin nicht der Messias, der den Fischern verspricht, dass sich ihre prekäre Situation jetzt schlagartig verbessert“, fügt Mathias Schilling hinzu. Fakt ist jedoch, dass die einheimischen Fischer von ihm das Doppelte des marktüblichen Preises für ihre Ware erhalten. Das Abkoppeln vom sogenannten Massenmarkt kann nach Schillings Überzeugung den finanziellen Ruin der hiesigen Fischer verhindern. Hinter vorgehaltener Hand hieß es am Freitagnachmittag auf Hiddensee, dass die dortige Fischergenossenschaft aufgelöst werden solle. Von einstmals 20 aktiven Fischer hören 13 auf und mit sieben Leuten wolle man nicht weiter machen.

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Vor zwei Jahren startete Schilling, dessen Familie die Insel Öhe zwischen Schaprode auf Rügen und der Insel Hiddensee seit sieben Generationen besitzt und dort Landwirtschaft betreibt, die „Initiative zur Umsetzung des Regionalkonzeptes für den Ostseefisch aus heimischen Gewässern“. Im August des vergangenen Jahres eröffneten Mathias Schilling und seine Frau Nicolle in Schaprode neben ihrem „Schillings Gasthof“ ein Fischhaus mit einer Sortimentspalette, die aus Produkten der Verarbeitung des einheimischen Fisches besteht, eröffnet und hat damit wohl die letzten Zweifler seiner visionären Heimatfisch-Vermarktung überzeugt.  Aus dem Bundesfördertopf „Landaufschwung“ wurde der Verein „Hiddenseer Kutterfischer“ mit 30 000 Euro unterstützt. Landrat Drescher warb in Vitte noch einmal für den „Landaufschwung“-Fonds, der bis 2018 verlängert wird und insgesamt mit beachtlichen 1,5 Millionen Euro ausgestattet ist.

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    Anne Friederike Ziebarth

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