Tourismus

Neuer Name, neues Konzept: arcona Hotels & Resorts eröffnen „Koopmanns Hotel & Lädchen“ auf Rügen

So soll es aussehen, wenn die Rostocker arcona-Hotelgruppe zu Ostern „Koopmanns Hotel & Lädchen“ in Göhren auf Rügen eröffnet.

So soll es aussehen, wenn die Rostocker arcona-Hotelgruppe zu Ostern „Koopmanns Hotel & Lädchen“ in Göhren auf Rügen eröffnet.

Göhren. Noch klebt das große Logo samt Schriftzug „Hotel Berliner Bär“ an der Fassade und im Hausinneren sind die Handwerker emsig am Wirbeln. Farben, Materialien und Möbel in den Zimmern lassen aber schon deutlich erkennen, dass hier nach einer Metamorphose ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses aufgeschlagen wird: Am 14. April öffnen sich die Türen von „Koopmanns Hotel & Lädchen“ in Göhren für die ersten Gäste. Eigentümer des Koopmanns ist die Friedemann-Kunz-Familienstiftung, der auch das „Vju Hotel Rügen“ in Göhren (ehemals Hanseatic) gehört. Betreiber beider Häuser ist die Rostocker Hotelgruppe arcona Hotels & Resorts. „Wir freuen uns sehr, dass wir weiter an 1A-Standorten expandieren“, so arcona Gesellschafter Alexander Winter.

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Blick in eines der insgesamt 57 Hotelzimmer.

Blick in eines der insgesamt 57 Hotelzimmer.

Mit dem neuen Haus geht man dabei auch völlig neue Wege: Name und Interieur spielen auf die ehemals dörfliche Kaufmannskultur an und holen den nostalgischen Charme der Tante-Emma-Läden nach Göhren. Die 53 Einzel- und Doppelzimmer sowie vier Apartments mit teilweisem Meerblick von Balkonen und Terrassen verströmen skandinavisches Landhausflair. Im Erdgeschoss gibt es einen fließenden Übergang von Rezeption, Bar, Laden und Frühstücksbereich. Im Hotellädchen „Emma“ werden Produkte von der Insel und aus MV angeboten, wie zum Beispiel Inselgin und Inselwhisky, Liköre, hauseigener Honig, Tee, Kekse, Kuchen und Bonbons, aber auch lokale Handwerkskunst.

Acht arcona-Häuser

2008 gegründet, sind die arcona Hotels & Resorts mit Sitz in Rostock auf den Betrieb und die Entwicklung erstklassiger Freizeit- und Ferienhotels spezialisiert. Die derzeit acht arcona Häuser befinden sich in teils denkmalgeschützten Immobilien an namhaften Urlaubsdestinationen wie Rügen, Sylt und Kitzbühel. Zum Portfolio zählen unter anderem das bekannte Hotel Elephant Weimar, das traditionsreiche Romantik Hotel auf der Wartburg und der Golfclub Schloss Teschow.

Neue Projekte treibt arcona in den Alpen und an den deutschen Küsten voran. Als Lizenznehmer des von Til Schweiger entwickelten Barefoot-Konzepts will arcona in den kommenden Jahren außerdem Barefoot Hotels an etablierten Destinationen eröffnen, darunter Bad Wiessee am Tegernsee. Inhaber und Gesellschafter von arcona sind Alexander Winter und Treugast-Gründer Prof. Stephan Gerhard. Firmensitz ist die denkmalgeschützte Zeeck‘sche Villa in Rostock.

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Ralph Katthöfer, Direktor des „Vju Hotels Rügen“ in Göhren ist auch verantwortlich für das neue „Koopmanns & Lädchen“ sowie für das arcona Living Appartements „First“ in Sellin.

Ralph Katthöfer, Direktor des „Vju Hotels Rügen“ in Göhren ist auch verantwortlich für das neue „Koopmanns & Lädchen“ sowie für das arcona Living Appartements „First“ in Sellin.

„Das Koopmanns wird definitiv in seiner Kategorie, dreieinhalb Sterne, das neuste Produkt auf der Insel“, ist sich Ralph Katthöfer sicher. Er ist Hoteldirektor im Vju und auch für das neue Schwesterhotel in der Thiessower Straße sowie für das arcona Living Appartements First Sellin in Sellin verantwortlich. Im Koopmanns steht ihm Nico Last zur Seite, der schon vorher im „Berliner Bär“ Betriebsleiter war. Sechs Mitarbeiter werden in der Küche, im Zimmerservice und im Frühstücksservice beschäftig sein.

Das Koopmanns werde ein frisches und modernes Hotel Garni, so Katthöfer und kündigt an: „Wir haben den Anspruch, das beste Frühstück im Ort zu bieten.“ Dieses sowie auch ein Ladenbesuch seien nicht nur ein Angebot für Hausgäste, sondern für jedermann. Das Frühstücksangebot wird es bis 13 Uhr geben: bis 11 Uhr steht ein reichhaltiges Frühstücksbuffet zur Verfügung, im Anschluss werden kleine, servierte Frühstückssets angeboten. Bis zum Abend werden dann Kuchen und Snacks angeboten. Auf einen klassischen Restaurantbetrieb, den es auch vorher nicht im Haus gab, wird verzichtet. Wer sich besonders gastronomisch verwöhnen lassen möchte, kann dies im 450 Meter entfernten „Vju“ mit seinem á la carte Restaurant „Küstensilber“.

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Auch den umfangreichen Wellness- und Spabereich des Vju mit beheiztem Salzwasser-Pool und Sauna-Landschaft können die Gäste des Koopmanns nach vorheriger Reservierung gegen Gebühr nutzen – ebenso den Anwendungsbereich und das Beautystudio.

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Noch prangt der alte Hotelname „Berliner Bär“ an der Fassade. Er verschwindet in den nächsten Tagen .

Noch prangt der alte Hotelname „Berliner Bär“ an der Fassade. Er verschwindet in den nächsten Tagen .

Der „Berliner Bär“ hat eine wechselvolle Geschichte. Zu DDR-Zeiten war er ein Ferienheim, in dem sich erholen konnte, wer über die Handwerkskammer der Hauptstadt einen Urlaubsplatz ergattert hatte. Mit der Wende kam das Aus, 12 Jahre lang wurde es nicht mehr für den Hotelbetrieb genutzt und stand leer. Der geforderte Kaufpreis soll immer wieder Interessenten verschreckt haben.

Erstes Jugendhotel Rügens

Schließlich erwarb es der Göhrener Hotelier Wilfried Horst und baute es im Jahre 2003 um. Es sollte Rügens erstes Jugendhotel werden, wofür die Landesregierung ihre Unterstützung zusagte. Doch dann verhängte sie eine Auszahlungssperre für die Fördermittel. In Schwerin waren zuvor mehrere Anzeigen wegen der weiten Auslegung des Jugendbegriffs eingegangen, weil nicht alle Gäste im Jugend- und Sporthotel auch jugendlich waren. 2014 kaufte Dr. Elke Zakel die Herberge, bis sie sich schließlich im letzten Jahr davon trennte. Am 1. Januar hatten die jetzigen Eigentümer den Betrieb übernommen und den Umbau zu „Koopmanns Hotel & Lädchen“ gestartet.

Von Gerit Herold

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