Verkehr

Rügen: Mehr Sicherheit für Radfahrer am Dummstieg auf Mönchgut

Am Dummstieg wurde ein etwa 50 Meter langer, provisorischer Radweg angelegt.

Am Dummstieg wurde ein etwa 50 Meter langer, provisorischer Radweg angelegt.

Rügen. Am sogenannten Dummstieg, dem steilen, schmalen und sanierungsbedürftigen Abschnitt der Landesstraße 292 vom Göhrener Kreisverkehr in Richtung Middelhagen, gibt es jetzt für mehr Sicherheit für Radfahrer einen etwa 50 Meter langen, provisorischen, straßenbegleitenden Radweg. Die Arbeiten dazu hat die Firma SAW im Auftrag des Amtes Mönchgut-Granitz durchgeführt. Das sah dringend Handlungsbedarf in Sachen Verkehrssicherungspflicht, da viele Radfahrer aus Richtung Baabe diese Strecke bis zum weiterführenden Radweg in Richtung Herzogsgrab/Alt Reddevitz nutzen.

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Viele Beschwerden von Urlaubern

Es habe viele Beschwerden von Urlaubern und Einheimischen gegeben, dass die Piste zu gefährlich für Radfahrer sei, so Amtsvorsteher Reinhard Liedtke. „Nun haben wir endlich den Lückenschluss hergestellt.“ Dieser sei in Abstimmung mit dem Straßenbauamt, der Forst und dem Biosphärenreservat realisiert worden. Das Provisorium mit einer wassergebundenen Decke soll zu einem späteren Zeitpunkt noch ausgebaut werden, kündigt Liedtke an. Die Situation vor Ort habe die Verantwortlichen gezwungen zu handeln, da zwischen der Antragstellung und Bauausführung drei bis vier Jahre vergehen würden. Das Geld für den Radwegausbau sei im Haushalt des Amtes eingestellt worden. Die amtsangehörigen Gemeinden hatten 1993 die Planungshoheit für den Radwegebau ans Amt übertragen.

Nadelöhr zum Mönchguter Hinterland

Hohe Verkehrsbelastung, viele Löcher, maroder Unterbau, starke Abrutschungen: Der Dummstieg, das verkehrliche Nadelöhr zum touristisch stark geprägten Mönchguter Hinterland, muss dringend erneuert werden. Auch wenn auf der Serpentine durch das bergige Gelände Tempo 30 gilt, wird es schwierig bei Begegnungsverkehr mit Bussen oder Lastkraftwagen. Die Straße ist holprig und löchrig, rechts und links stehen hohe Bäume bedrohlich am Hang, von denen einige vor zwei Jahren beim Sturm auf die Fahrbahn krachten.

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Gefährlich für Radfahrer: Am Dummstieg gab es tiefe Löcher.

Gefährlich für Radfahrer: Am Dummstieg gab es tiefe Löcher.

Das zuständige Straßenbauamt Stralsund plant die Sanierung des bergigen Fahrbahnabschnitts auf der L 292. Aus diesem Grund fanden im Februar umfangreiche Voruntersuchungen zum Baugrund am Dummstieg statt. Dabei wurden mit Tiefbohrungen die Bodenschichten im Bereich der Straße und der angrenzenden Böschungen erkundet. Die Ergebnisse der Voruntersuchungen sind Voraussetzung für die Erarbeitung eines entsprechenden Sanierungskonzeptes. Mit einem Baustart wird derzeit aber nicht vor 2023 gerechnet.

Weg zum Herzogsgrab erneuert

Los geht dagegen die Erneuerung des Radwanderweges B 196 Göhrener Dreieck – Herzogsgrab – Alt Reddevitz in unmittelbarer Nähe. Dort müssen Radfahrer bisher stellenweise gut aufpassen, dass es sie nicht aus dem Sattel hebt. Der Rad- und Wanderweg entlang der Megalithanlage Herzogsgrab werde ebenfalls provisorisch mit einer wassergebundenen Decke hergerichtet, so Arne Fründt, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Mönchgut-Granitz. „Es gibt dort einige Sandstellen, wo es bereits viele Unfälle mit Radlern gab.“ Geplant sei hier langfristig der Ausbau mit Asphalt.

Keine Genehmigung für Teufelsschlucht

Keine Genehmigung gebe es hingegen für den gewollten Ausbau der sogenannten Wolfsschlucht beim Radwanderweg in der Baaber Heide. Das Teilstück mit starkem Gefälle kurz vor dem Übergang zur Bundesstraße 196 bei Göhren sei bei Starkregen extrem ausgespült, kaum befahrbar und deshalb gefährlich, so Reinhard Liedtke. Man wolle deshalb hier eine wasserdurchlässige Oberflächendecke ähnlich wie beim Radweg, der vom Ortsausgang Sassnitz über Hagen bis zum Nationalparkzentrum am Königsstuhl führt. Das Projekt beschäftigte die Sassnitzer viele Jahre, weil der Weg mitten durch den Nationalpark führt und es deshalb lange Diskussionen über das zu verwendende Material für die Oberfläche gab. Entschieden hatte man sich dann für ein wasserdurchlässiges Zementgranulat.

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