TSV Empor Göhren

Rügener Badmintontalent: Durch Teigkneten zum Landesmeister

Finn Hellbach mit Opa Edgar Dombrowski vom TSV Göhren

Finn Hellbach mit Opa Edgar Dombrowski vom TSV Göhren

Göhren/Malchin. „Ich will als Landesmeister zu den Norddeutschen Meisterschaften“, hatte Finn Hellbach vor einigen Wochen angekündigt. Am vergangenen Wochenende hat er sich dieses Ziel erfüllt. Das Badminton-Talent vom TSV Empor Göhren schnappte sich beim Landesvergleich von MV in Malchin drei Goldmedaillen. Der 13-Jährige gewann die AK 13 im Einzel-, Das AK-15-Jungen-Doppel mit Paul Stein und das Mixed-Doppel mit Emma Kankel. Allerdings hätte Finn diese Titel um ein Haar nicht gesammelt. „Ich wollte schon mit dem Badminton aufhören. Doch mein Opa hat mich animiert, weiterzumachen. Jetzt kann ich es mir nicht mehr ohne vorstellen“, verrät der Rüganer.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Sein Opa, Edgar Dombrowski, war es auch, der Finn überhaupt an den Sport herangeführt hat. Als der Enkel vier Jahre alt war, hatte Dombrowski ihn erstmals zu seiner Trainingsgruppe genommen. Zwei Jahre später stieß Finn zum TSV Empor Göhren. Dombrowski (66) ist selbst erst spät zum Badminton gekommen, mit 47 Jahren hat er angefangen. „Freunde haben immer in Samtens gespielt. Da bin ich dann so reingerutscht“, berichtet der dratige Rentner. „Sonntags trainiere ich manchmal immer noch mit Opas Männertruppe“, sagt Finn nicht ohne Stolz.

Mittlerweile besiegt der Nachwuchs den Großvater stets in Privatduellen. Lernen kann Finn von seinem Opa, der sich viel bei der Badminton-WM am Fernseher abschaut, dennoch eine Menge. „Er hat die Technik drauf und gibt sie weiter“, versichert der Schüler. Doch nicht nur er profitiert von Dombrowskis Wissen. Finns jüngerer Bruder Felix spielt ebenfalls beim TSV und auch der Vater hat Badminton für sich entdeckt.

Opa Edgar ist hartnäckig im Training. „Er fordert mich, bis ich es draufhabe“, so Finn. „Er kann noch bei der Genauigkeit und Athletik zulegen“, weiß Dombrowski. Um Letzteres zu fördern, wird keine Gelegenheit im Alltag ausgelassen. So wird Finn mitunter zum Teigkneten beim Brotbacken, Kistenschleppen nach einem Einkauf oder an die Klimmzugstange unter der Treppe im gemeinsamen Familienhaus in Groß Zicker gerufen, um den Körper zu kräftigen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

So konnte der Siebtklässler mit Hilfe seines Opas an neuen Stärken arbeiten – beispielsweise dem Antäuschen. Finn gibt auch zu, dass es noch hier und da hapert: „Noch vor einem Jahr konnte ich besser smashen und droppen.“ Da will er wieder hin. Finn spielt mit Köpfchen, analysiert seine Gegenüber und richtet dann seine Strategie aus. „Wenn der Gegner gut smashen kann, mache ich kurze Aufschläge, ansonsten spiele ich lang“, erklärt der Göhrener, der neben dem Badminton auch noch Volleyball spielt. dafür hat er Karate aufgegeben.

Finns Trainer Günther Budahn schwärmt von seinem Schützling: „Finn ist ein großes Talent!“ Das hat er bei den Landesmeisterschaften in Malchin wieder bewiesen. Das Badminton-Ass verweist auf seinen Unterstützer. „All das habe ich nur Opa zu verdanken“, grinst Finn. Opa Dombrowski entgegnet: „Die Erfolge muss er sich selbst erkämpfen. Ich förder nur die Badminton-Leidenschaft.“

Horst Schreiber

Mehr aus Rügen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken