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Kreistag

AfD in Vorpommern-Rügen bleibt zerstritten

Blick in den Kreistag von Vorpommern-Rügen während der konstituierenden Sitzung im Juni. Die beiden AfD-Fraktionen sitzen rechts hintereinander.

Blick in den Kreistag von Vorpommern-Rügen während der konstituierenden Sitzung im Juni. Die beiden AfD-Fraktionen sitzen rechts hintereinander.

Stralsund. Die zehn Kreistagsmitglieder der AfD werden weiterhin in zwei getrennten Fraktionen organisiert sein. Der Parteiausschluss des Landesvorstandes Dennis Augustin habe keinen Einfluss auf Situation in Vorpommern-Rügen, bestätigt Thomas Naulin, Vorsitzender der kleineren, vierköpfigen Kreistagsfraktion.

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Hintergrund: Augustin gilt als Rechtsnationalist, er ist mit dem zweiten Landesvorstand, dem gemäßigteren Leif-Erik Holm, zerstritten. Diese Konfliktlinie zog sich auch durch den hiesigen Kreisverband, in dem sich zwei Lager bildeten, die sich jeweils hinter einen der beiden Parteioberen stellen.

Augustin wurde nun zum Verhängnis, dass er beim Eintritt in die AfD nicht angab, vor 30 Jahren bei den Jungen Nationalisten (JN), der Jugendorganisation der NPD, aktiv gewesen zu sein. Nicht die Tätigkeit als solche, die der Beschuldigte als „Jugendsünde“ bezeichnete, sondern das Verschweigen führte zum Ausschluss.

Der Rügener Kreistagsabgeordnete Thomas Naulin steht nach wie vor hinter Augustin. „Es gibt eine Menge Fotos von AfD-Mitgliedern, die in der Vergangenheit mal auf Veranstaltungen oder Demonstrationen der NPD gewesen sind“, sagt er. „Wer sich vor Gründung der AfD patriotisch engagieren wollte, der hat das bei der NPD getan. Da sollte man nicht zu selbstkritisch sein.“ Viele hätten dies getan. Naulin selbst aber habe nichts mit der NPD zu tun gehabt, so sagt er. Erst seit 2015 sei er politisch aktiv, seit 2016 in der AfD.

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Die erwähnte Konfliktlinie bleibt laut Naulin offenbar bestehen: „Die Mehrheit der Mitglieder des Kreisvorstandes fühle sich von Holm unter Druck gesetzt und in der Arbeit geschädigt.“ Er habe den Eindruck, dass Holm versuche, die Basis klein zu halten. Philipp Laars, Sprecher der zweiten AfD-Fraktion im Kreistag war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Kai Lachmann

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