Kranich-Aussichtspunkt

Naturschützer entsetzt: Fotohütten am Kranorama in Günz zerstört

Schon wieder wurde das Kranorama in Günz nahe Stralsund Opfer von Vandalismus und Zerstörungswut.

Schon wieder wurde das Kranorama in Günz nahe Stralsund Opfer von Vandalismus und Zerstörungswut.

Günz. Nicht zu fassen: Schon wieder bot sich am Kranorama in Günz ein Bild der Zerstörung. Gleich am Parkplatz war Anfang der Woche der abgesägte Rest eines Kastens für Flyer von Kranichschutz Deutschland zu entdecken. An der Beobachtungsstation und am Radweg nach Nisdorf waren ebenfalls nur noch die Hülsen mit Kantholzresten vorhanden, an denen große Hinweistafeln angebracht waren.

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Am Donnerstag zeigten sich die Folgen einer noch viel schlimmeren Vandalismus-Aktion. Alle vier Fotohütten an der Ablenkfütterungsfläche am Kranorama wurden mutwillig zerstört, und sind bis zur Unbrauchbarkeit beschädigt worden. „Nicht nur der materielle Schaden von 6000 Euro und der Arbeitsaufwand sind immens“, sagt Günter Nowald vom Kranichschutz Deutschland. „Es wird unmöglich zu schaffen sein, den Naturfotografen im Frühjahr zur Rückkehr der Kraniche eine intakte Hütte zur Verfügung zu stellen. Dabei möchten wir viele Fotografen an den Ort der Ablenkfütterung am Kranorama binden, damit sie weniger an Straßenrändern stehen, denn dort stören sie den Verkehr und natürlich die Kraniche.“

Geld für Kranichprojekte wird mühevoll eingeworben

Bei den aktuellen Preisentwicklungen wird der Aufwand für die Reparaturen erheblich sein. Gelder, die von den Mitarbeitern des Kranichzentrums und vielen ehrenamtlichen Helfern mühevoll eingeworben werden müssen, denn Kranichschutz Deutschland ist eine gemeinnützige Organisation, die keine staatliche institutionelle Förderung erhält.

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Zerstörung der Fotohütten am Kranorama: Wer treibt hier seit Monaten sein Unwesen?

Zerstörung der Fotohütten am Kranorama: Wer treibt hier seit Monaten sein Unwesen?

Die Mitarbeiter sind entsetzt. „Wir verstehen nicht, was man mit solchen Aktionen bezwecken will. Dabei mühen wir uns, einen naturnahen Tourismus mitzugestalten, von dem die ganze Region profitiert. Naturfreunde von Nah und Fern haben mit dem Kranorama einen Anlaufpunkt und irren nicht auf der Suche nach Kranichen umher“, sagt Günter Nowald.

Kranichschützer: Kritik bitte direkt äußern statt zu zerstören

All das trage nicht nur zum Kranichschutz, sondern auch maßgeblich zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung bei. „Die Mitarbeiter bitten inständig darum, mögliche Kritik direkt bei einem Anruf oder Besuch im Kranichzentrum zu äußern. Falls Kritik die Ursache für den Vandalismus sein sollte. Es wäre schade, wenn in diesen Zeiten noch mehr Ressourcen so sinnlos verschwendet werden müssten.“

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Die Kranichschützer haben Anzeigen gegen Unbekannt eingereicht, berichten sie der OZ. Die Ermittlungen der Polizei haben begonnen. Falls Sie Hinweise zum Geschehen am Wochenende des 12./13. November und um dem 1. Dezember herum geben können, leiten Sie diese bitte an die Polizei (Telefon 038231 6720, möglichst mit Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme) weiter. Gern können Sie Ihre Beobachtungen aber auch mitteilen unter info@kraniche.de (Tel. 038323 80540).

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