Stralsund

Neue Angelwurfbegrenzung auf dem Rügendamm sorgt für Ärger

Gerhard Zaade, Vorsiteznder der Stralsunder Angelfreunde.

Gerhard Zaade, Vorsiteznder der Stralsunder Angelfreunde.

Stralsund. Die neue 174 000 Euro teure Angelwurfbegrenzung, die derzeit am Stralsunder Rügendamm montiert wird, sorgt unter Anglern für Ärger. Dabei geht es nicht um die Maßnahme an sich, sondern um die Art der Konstruktion. „Die Überwurfbegrenzung halten wir für fragwürdig, da ein waidgerechtes Anlanden des Herings jetzt nur noch kaum bis gar nicht möglich ist“, sagt der 1.Vorsitzende der Stralsunder Angelfreunde, Gerhard Zaade (57). Durch das umständliche Abhaken bestünde die Gefahr, dass sich der Hering wieder freischüttelt, verletzt aus mehr als 15 Metern in den Sund klatscht und das nicht überlebt. Das würde den Bestand gefährden.

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Weites Ausholen immer noch möglich

Da die neuen Begrenzungsgitter zur Wasserseite und nicht zwischen Fußweg und Fahrbahn angebracht werden, sei das weite Ausholen nach hinten auf die Fahrbahn immer noch möglich. Eigentlich sollte mit der Maßnahme mehr Sicherheit geschaffen werden, doch das Gegenteil werde erreicht, befürchtet Zaade und spricht sich dafür aus, unter diesen Umständen das Angelverbot aufrechtzuerhalten. „Das Angeln soll sicher sein. Aber das ist es durch die neue Wurfbegrenzung nicht“, kritisiert der Hansestädter.

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Die Montage soll am 16. März abgeschlossen sein

Die neue Angelwurfbegrenzung aus Aluminium wird errichtet, nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder Verkehrsteilnehmer sowohl auf der gegenüberliegenden Rügenbrücke als auch auf dem Rügendamm selbst durch weit ausgeworfene Angeln gefährdet worden waren. Eigentlich ist das Angeln von Brücken ohnehin verboten. Wegen der deutschlandweit großen Beliebtheit des Reviers, vor allem zur Heringssaison, wurde die „Sondernutzung“ aber geduldet. „Wir werden beobachten, ob durch die Wurfbegrenzung die Gefährdung des Verkehrs auf Rügenbrücke und Rügendamm - so wie von uns zurzeit angenommen - tatsächlich unterbunden wird“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Die Montage der Konstruktion soll am 16. März abgeschlossen sein.

Marlies Walther

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