OZ-Aktion

Stralsund sucht den Superlehrer: Diese Frauen und Männer stehen zur Wahl

Die Stralsunder OSTSEE-ZEITUNG und der Lions Club Stralsund-Waterkant suchen Stralsunds Superlehrer oder Superlehrerin.

Die Stralsunder OSTSEE-ZEITUNG und der Lions Club Stralsund-Waterkant suchen Stralsunds Superlehrer oder Superlehrerin.

Stralsund. Jetzt wird's spannend. In den vergangenen Wochen durfte die OSTSEE-ZEITUNG viele engagierte Lehrer porträtieren, die uns von Schülern und Eltern für die Aktion "Stralsund sucht den Superlehrer" vorgeschlagenen wurden. Einige von ihnen wollten leider nicht in die Zeitung. Deshalb stehen nun sieben Frauen und Männer auf dem Tippschein der OZ-Umfrage.

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Ab sofort können die OZ-Leser bis zum 4. Juni an der Online-Abstimmung teilnehmen und so mitbestimmen, wer der beliebteste Lehrer in Stralsund und Umgebung ist. Um die Entscheidung zu erleichtern, haben wir hier noch einmal alle Kandidaten im Überblick.

Kerstin Krause, Montessori-Grundschule

Kerstin Krause hat die Entwicklung der Montessori-Schule von Beginn an begleitet.

Kerstin Krause hat die Entwicklung der Montessori-Schule von Beginn an begleitet.

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Als Grundschullehrerin mit dem Schwerpunkt Werken hat Kerstin Krause die Entwicklung der Montessori-Grundschule von Beginn an begleitet, machte ihr Montessori-Diplom und widmete sich mit den neuen Lehrplänen auch dem Philosophie-Studium.

Besonders beliebt ist die stellvertretende Schulleiterin aber auch für ihre Handarbeitskurse. Diese hat sie sogar während ihrer Krebserkrankungen fortgeführt, so weit es ihr möglich war. Darüber haben sich nicht nur die Kinder gefreut. Auch für Kerstin Krause war der Kontakt und das Gebrauchtwerden ein wichtiger Schritt zur Heilung. „Die Kinder haben mich gerettet“, sagte die Lehrerin.

Das ganze Porträt: Kerstin Krause, Montessori-Grundschule: "Die Kinder haben mich gerettet"

Michael Kammel, Hansa-Gymnasium

Sein Physik-Leistungskurs spitzt den Ohren, wenn Lehrer Michael Kammel die Funktionsweise von Magnetspulen erklärt.

Sein Physik-Leistungskurs spitzt den Ohren, wenn Lehrer Michael Kammel die Funktionsweise von Magnetspulen erklärt.

Mit dem fachlichen Hintergrund eines Biophysikers und Humor bringt Michael Kammel am Hansa-Gymnasium Physik und Chemie an die Schüler. "Ich bemühe mich, dass sich ein roter Faden durch meinen Unterricht zieht. Ich bringe ihnen nicht Physik oder Chemie bei, sondern mit ihrem Wissen Probleme zu lösen. Das ist das Ziel. Das, worauf es später ankommt."

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Indem er ihnen die Freiheit lässt, selbst ein Experiment zu wählen, hält er das Interesse seiner Schüler im Unterricht. Eine emotionale Basis baut er durch die Ansprache mit teils persönlichen Spitznamen auf.

Das ganze Porträt: Michael Kammel, Physik- und Chemielehrer am Hansa-Gymnasium: "Ich bringe den Schülern nicht Physik und Chemie bei..."

Mark Fleckeisen, Hansa-Gymnasium

Für die Vermittlung scheinbar staubiger Geschichte durchstöbert Lehrer Mark Fleckeisen mit seinen Schülern des Hansa-Gymnasiums gerne in Unterlagen des Stralsunder Stadtarchivs oder greift auf alte Ausgaben der OSTSEE-ZEITUNG zurück und lässt sie so lebendig werden.

Für die Vermittlung scheinbar staubiger Geschichte durchstöbert Lehrer Mark Fleckeisen mit seinen Schülern des Hansa-Gymnasiums gerne in Unterlagen des Stralsunder Stadtarchivs oder greift auf alte Ausgaben der OSTSEE-ZEITUNG zurück und lässt sie so lebendig werden.

Historische Fakten und Jahreszahlen auswendig lernen? Nicht mit Geschichtslehrer Mark Fleckeisen. Seinen Unterricht am Hansa-Gymnasium lässt er lebendig werden, indem er die Geschichte stets auch mit aktuellen Themen zu verbinden versteht. "Man muss natürlich die historischen Sachverhalte kennen, aber eben auch immer den Bezug zur Gegenwart dabei herstellen." Gerade im derzeitigen Geschehen muss man da auf die Fragen der Kinder und Jugendlichen eingehen.

Dabei ist ihm wichtig, dass sie ihre eigenen Antworten finden. „Es gibt nicht nur die eine Geschichte, es gibt immer mehrere.“ Dies wird oft im Zeitzeugenprojekt zur DDR-Geschichte deutlich. Durch die verschiedenen Sichtweisen der Betroffenen sind auch die Schüler gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen. Hautnah kommen die Jugendlichen mit der Geschichte ihrer Stadt auch bei der Arbeit im Stadtarchiv in Berührung, wenn sie die Judenverfolgung aufarbeiten.

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Das ganze Porträt: Mark Fleckeisen, Geschichtslehrer am Hansa-Gymnasium: "Es gibt nicht nur die eine Geschichte, sondern immer mehrere"

Guido Becker, Regionale Schule Prohn

Guido Becker befindet sich im letzten Semester seines Lehramtsstudiums für Gymnasien. Seit zwei Jahren ist er an der Regionalen Schule An der Prohner Wiek im Einsatz und fühlt sich hier wohl

Guido Becker befindet sich im letzten Semester seines Lehramtsstudiums für Gymnasien. Seit zwei Jahren ist er an der Regionalen Schule An der Prohner Wiek im Einsatz und fühlt sich hier wohl

Eigentlich steckt Guido Becker noch mitten in seinem Studium Sport und Philosophie auf Lehramt für Gymnasien und wurde doch schon von den Schülern der Regionalen Schule "An der Prohner Wiek" für die Wahl des Superlehrers vorgeschlagen. Als sich das Studium in der Corona-Situation vorrangig online abspielte, hat er beschlossen, die Zeit sinnvoll zu nutzen und an der Prohner Schule, an der er zuvor schon sein Hauptpraktikum absolvierte, weiter zu unterrichten.

Im Sommer stehen für ihn die letzten Prüfungen auf dem Plan. Bis dahin unterrichte er vormittags und sitzt nachmittags selbst online in der Vorlesung. „Ich möchte auf die Stärken der Schüler eingehen, statt die Schwächen zu betonen. Ich möchte, dass sie aus der Stunde gehen und spüren, dass es etwas gebracht hat.“

Das ganze Porträt: Guido Becker, Lehramtsstudent an der Regionalen Schule "An der Prohner Wiek": Der jüngste Lehrer steht auf der Beliebtheitsskala ganz oben

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Kerstin Rudnick, Regionale Schule „Adolph Diesterweg“

Kerstin Rudnick unterricht an der Regionalen Diesterweg "Adolph Diesterweg" Deutsch und Kunst. Mit ihren Projekten gelingt es ihr, beide Fächer und noch mehr miteinander zu verbinden.

Kerstin Rudnick unterricht an der Regionalen Diesterweg "Adolph Diesterweg" Deutsch und Kunst. Mit ihren Projekten gelingt es ihr, beide Fächer und noch mehr miteinander zu verbinden.

"Der Klassenraum ist mein zweites Wohnzimmer", sagt Kerstin Rudnick. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass sie ihr Refugium an der Regionalen Schule "Adolph Diesterweg" durchaus gemütlich mit vielen Pflanzen dekoriert hat. In den Regalen und an den Wänden begegnet man Pharaonen, Sarkophagen und der Sphinx.

Unter dem großen Thema „Ägypten“ verbindet sie ihre Unterrichtsfächer Deutsch und Kunst. „Meine große Leidenschaft sind offene Unterrichtsformen, insbesondere Werkstätten.“ Während im Deutsch-Unterricht spannende Texte über Pharaonen oder Pyramiden korrigiert oder selbst verfasst werden, werden in den Kunststunden Pyramiden entworfen oder ausrangierte Barbiepuppen mumifiziert. Auf diese Weise ziehen sich ihre Werkstätten durch alle Klassenstufen. „Man kann auch Goethe entstauben“, verspricht die Lehrerin.

Das ganze Porträt: Kerstin Rudnick, Deutsch- und Kunstlehrerin an der Regionalen Schule "Adolph Diesterweg": "Der Klassenraum ist mein zweites Wohnzimmer"

Johannes Löhner-Böttcher, Hansa-Gymnasium

Dr. Johannes Löhner-Böttcher unterricht am Hansa-Gymnasium Mathematik, Physik und Astronomie. Seine Projekte führen die Schüler dann auch an das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz.

Dr. Johannes Löhner-Böttcher unterricht am Hansa-Gymnasium Mathematik, Physik und Astronomie. Seine Projekte führen die Schüler dann auch an das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz.

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Rollt der Lehrer auf Inlineskates in den Klassenraum, ist ihm auf jeden Fall die Aufmerksamkeit seiner Schüler sicher. Das allein ist jedoch nicht der Grund für das Auftreten von Dr. Johannes Löhner-Böttcher im Physik-Unterricht am Hansa-Gymnasium. "Mit den Inlineskates lassen sich die Newtonschen Gesetze veranschaulichen. In diesem Fall das Rückstoßprinzip. Wenn ich auf Inlineskates einen Medizinball werfe, erlebe ich den Rückstoß wesentlich deutlicher", erklärt der Lehrer für Physik, Mathematik und Astronomie.

Möglichst oft versucht er, mit solchen Visualisierungen Unterrichtsinhalte verständlich rüberzubringen. In der Physik gelingt dies durch derartige „Experimente“. „Aber auch in Mathematik versuche ich, einen Anwendungsbezug herzustellen und aufzuzeigen, wo man das Erlernte einsetzen kann.“

Das ganze Porträt: Johannes Löhner-Böttcher, Physik-, Mathematik- und Astronomielehrer am Hansa-Gymnasium: Auf Inlineskates durchs Klassenzimmer

Jury steht vor schwerer Entscheidung

Der schweren Aufgabe, aus allen vorgeschlagenen Lehrern nun den „Superlehrer“ zu wählen, stellt sich in dieser Woche auch eine vierköpfige Jury.

Als Vertreterin der OSTSEE-ZEITUNG ist die stellvertretende Stralsunder Lokalchefin Ines Sommer dabei. Olga Fot vertritt in der Jury den Lions Club Stralsund-Waterkant, der für die Aktion „Stralsund sucht den Superlehrer“ den Preis stiftet.

Gymnasiastin Miriam Lucht – die zuletzt ein Schülerpraktikum bei der OZ absolvierte – betrachtet in der Jury die Kandidaten aus der Sicht der Schüler. Komplettiert wird das Team durch Axel Zühlsdorff. Er ist Diplom-Lehrer für Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel und außerdem Regisseur, Vorsitzender, Künstlerischer und Ökonomischer Leiter des STiC-er Theaters.

Bis zum 4. Juni läuft die Online-Abstimmung zu „Stralsund sucht den Superlehrer“. Danach werden Juryentscheidung und Abstimmung ausgewertet.

Antje Hanauer, Kranich-Grundschule Altenpleen

Antje Hanauer unterrichtet seit 1997 an der Kranich Grundschule Altenpleen

Antje Hanauer unterrichtet seit 1997 an der Kranich Grundschule Altenpleen

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Einen anderen Berufswunsch als den der Lehrerin kannte Antje Hanauer nie. Schon als kleines Mädchen wollte sie werden wie ihre eigene Lehrerin. "Ich habe es nie bereut, Lehrerin geworden zu sein. Ich bin immer noch fasziniert davon, Kindern etwas beizubringen und dann zu sehen, wie sie selbst über sich staunen, wenn sie lesen können oder wenn sie singend aus dem Musikunterricht gehen."

Das Besondere an dem Einsatz als Grundschullehrerin ist für sie, dass sie ihre Schützlinge vier Jahre lang in fast jedem Fach persönlich begleiten darf. Ihr Spezialgebiet ist die Musik. Das lebt sie mit den Schülern auch in der Schulspatzen-AG aus, wenn sie gemeinsam auf Dorffesten und anderen Veranstaltungen in der Nachbarschaft singen und tanzen. Dabei wird jedoch nicht nur auf die Klassiker gesetzt. Auch moderne Titel von Mark Forster oder Ben Zucker sind im Repertoire.

Das ganze Porträt: Antje Hanauer, Kranich-Grundschule Altenpleen: "Meine Lehrerin war mein großes Vorbild"

Zur Online-Abstimmung gelangen Sie hier: Stralsund sucht den Superlehrer

Von Wenke Büssow-Krämer

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