Segeltörn

Zwei Stralsunder überqueren den Atlantik

Zwei Stralsunder, Lennart Burke (19) und Valentin Ahlhaus (19) sind mit dem Segelboot "Andiamo" über den Atlantik unterwegs.

Zwei Stralsunder, Lennart Burke (19) und Valentin Ahlhaus (19) sind mit dem Segelboot "Andiamo" über den Atlantik unterwegs.

Stralsund. Tausende Seemeilen hat die "Andiamo" mit ihrer Crew Valentin Ahlhaus und Lennart Burke auf der Uhr. Die beiden Stralsunder sind mit dem zehn Meter langen Segelboot seit Juli letzten Jahres unterwegs – und erleben den Segeltörn ihres Lebens.

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Das Abenteuer des Lebens

Anfang Januar ging es für die beiden 19-Jährigen das erste Mal über den Atlantik. Nach vielen Erlebnissen in der Karibik sind sie nun auf dem Rückweg und überqueren den Atlantik ein zweites Mal. Das nächste Ziel: Die Azoren oder Südengland.

Die Zwischenzeit war gefüllt mit Erlebnissen und Eindrücken, die sie auf ihrem Törn sammelten. Barbados, die Grenadinen, Martinique – die Inseln, die die jungen Männer ansteuerten, hören sich an wie Auflistung aus einem Reisekatalog.

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Zwischen Vulkanen und Tauchgängen

Besonders beeindruckt war Valentin Ahlhaus von einer Tour auf der Insel Montserrat im März. Seit im Jahr 1995 der Vulkan Soufrière Hills ausbrach und einen Großteil der Insel verwüstete, sind etwa zwei Drittel von Montserrat Sperrgebiet. Ihre Tour führte die beiden Hansestädter in die Stadt Plymouth – seit dem Vulkanausbruch vollkommen leerstehend. „Die Natur erobert sich langsam die Stadt zurück. Manche Ruinen gleichen einem Urwald, andere sind nur noch Ascheberge. Man selbst ist ganz still und lässt die ganze Szenerie nur schweigend auf sich wirken. Eindrucksvoll“, beschreibt Valentin Ahlhaus.

Schließlich hatten sie die Entscheidung zu treffen, ob sie den Weg nach Hause auch mit der „Andiamo“ zurücklegen wollen. Doch die Antwort war schnell klar: Ja. „Wir wollten das unbedingt“, sagt Valentin Ahlhaus. „Zu schön stellen wir uns die Ankunft im Heimathafen in Stralsund vor. Zu traurig wäre es, das Boot hier unter Wert verscherbeln zu müssen. Zu gern wollen wir erneut auf den Atlantik. Zu unvollendet wäre die Reise hier. Wir wollen beenden, was wir angefangen haben. Gemeinsam: Lennart und ich mit unserer „Andiamo“.“

Zwangspause auf St. Martin

Bevor es für die „Andiamo“-Crew wieder heimwärts ging, mussten sie jedoch auf St. Martin eine Zwangspause einlegen. „Beim Abtauchen des Schiffes haben wir einen Riss entdeckt“, erklärt Lennart Burke. Nachdem die „Andiamo“ aus dem Wasser gekrant wurde, bestätigte sich die Diagnose des Bootsbauers Jan Schmidt. Als das Schiff 1970 gebaut wurde, setzte man sie aus zwei Hälften zu einem Rumpf zusammen. Dass an der „Schnittstelle“ auch mal Bewegung im Material ist, sei völlig normal. Doch die beiden Segler aus Stralsund wollten auf Nummer sicher gehen und reparierten das Boot. Und da es schon mal an Land stand, erneuerten sie vor der großen Überfahrt den Unterwasseranstrich gleich mit.

Außerdem wurde einmal richtig aufgeräumt, unter dem Motto: Alles Unnötige muss raus! „Wir Regattasegler wollen natürlich immer Gewicht sparen, was bei 300 Liter gebunkertem Wasser und 150 Liter Diesel irgendwie ein Witz ist“, sagt Lennart Burke mit einem Lachen.

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Also Mast- und Schotbruch für die letzten Etappen auf der „Andiamo“.

Miriam Weber

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