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Gericht

Alt Rehse: Revisionsprozess um Foltertod von Frau dauert bis 2020

Novmeber 2017: Axel G. und sein Rechtsanwalt im Gericht

Novmeber 2017: Axel G. und sein Rechtsanwalt im Gericht

Neubrandenburg.Der Revisionsprozess um den Foltertod einer Frau aus Alt Rehse bei Neubrandenburg verzögert sich weiter. Statt im September 2019 wird nun frühestens im Januar 2020 ein Urteil in dem nicht öffentlichen Verfahren erwartet, wie ein Sprecher des Landgerichtes Neubrandenburg am Dienstag sagte. Damit würde der Prozess rund ein Jahr dauern. Hauptursache seien weitere Beweisanträge, weshalb noch mehr Zeugen aus dem Ort, dem Umfeld des Angeklagten und von Justiz, Polizei und Behörden gehört werden müssten.

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Frau nackt ans Bett gefesselt und ausgepeitscht

Dem 54-Jährigen wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Er hatte Polizisten berichtet, seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin aus Rheinland-Pfalz 2016 im Streit in seinem Haus nackt an ein Bett gefesselt und gepeitscht zu haben. Dann bekam die Frau nichts zu Essen und zu Trinken, woran sie vermutlich starb, erklärten Rechtsmediziner. Die Leiche war Wochen später durch Zufall von Polizisten im Haus gefunden worden, die wegen unzulässigen Lärms kamen. Das Paar hatte sich im Internet kennengelernt.

Angeklagter im ersten Prozess als vermindert schuldfähig eingeschätzt

Der Mann war im ersten Prozess 2017 als vermindert schuldfähig eingeschätzt und zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt legte Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Nun soll mit Zeugen und einer psychiatrischen Gutachterin geklärt werden, ob der Angeklagte damals komplett schuldunfähig war. Die Revisionsverhandlung läuft seit 5. Februar 2019.

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Revision soll Schuldfähigkeit klären

Bisher wurden mehr als 60 Zeugen gehört, vor allem Bewohner, die den Angeklagten erlebt hatten, der von Mitte 2016 bis Februar 2019 in Untersuchungshaft war. Das Landgericht hob den Haftbefehl im Februar aber auf, was im Ort für Protest sorgte.

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Von Winfried Wagner

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