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Badewetter in MV? Das sagt ein Experte zum Anbaden bei sieben Grad

Was für ein Bilderbuchwetter in Mecklenburg-Vorpommern: Tausende zog es bei schon frühsommerlichen Temperaturen an den Strand.  Hier im Bild (v.l.): Anja Frank  (26), Hanna-Deborah Frank (33) und Simeon Frank (30) in Kühlungsborn.

Was für ein Bilderbuchwetter in Mecklenburg-Vorpommern: Tausende zog es bei schon frühsommerlichen Temperaturen an den Strand. Hier im Bild (v.l.): Anja Frank  (26), Hanna-Deborah Frank (33) und Simeon Frank (30) in Kühlungsborn.

Rostock. Sonne satt in Mecklenburg-Vorpommern: Nach den schönen Ostertagen mit Traumwetter um die 20 Grad versprechen auch die nächsten Tage im Nordosten sonnig zu werden. Der Deutsche Wetterdienst DWD sagt für MV am Mittwoch Temperaturen von 20 bis 25 Grad voraus – an der Küste Vorpommerns 16 bis 20 Grad. Regen erwarten die Meteorologen frühestens am Freitag.

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Für den einen oder anderen ist das bereits Grund die Badehose auszupacken und sich in die Fluten zu stürzen. Sieben bis neun Grad hat die Ostsee derzeit an unseren Stränden. 367 Unverfrorene haben sich zum Beispiel am Karsamstag beim traditionellen Anbaden in Kühlungsborn bei rund sieben Grad Wassertemperatur in die Ostsee getraut.

Gesunde Menschen stärken so ihr Immunsystem

Das frostige Badevergnügen hat in vielen Orten an der Ostsee Tradition. In Kühlungsborn wird normalerweise schon am Neujahrstag angebadet. Das soll abhärten und gut für das Immunsystem sein, behaupten viele Eisbader. Aber ist das auch so?

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Generell sei es ein Konzept für gesunde Menschen, betont Prof. Marek Lommatzsch von der Uniklinik Rostock. „Um das Immun- und Nervensystem zu stimulieren und abzuhärten, ist Eisbaden für gesunde Menschen durchaus förderlich.“ Auf Grund des starken Temperaturwechsels sollten sich jedoch auch diese gut vorbereiten und sich nicht von 0 auf 100 plötzlich abhärten wollen. Regelmäßige Wechselduschen trainieren beispielsweise den Kreislauf.

Entscheidend ist, was der Körper gewöhnt ist

Chronischkranken Menschen würde der Pneumologe den starken Temperatursturz für den Körper nicht empfehlen. Es gebe aber Reha-Kliniken, die das kalte Anbaden auch therapeutisch mit Patienten machen, allerdings nur unter Aufsicht und wenn der Krankheitszustand bekannt ist.

Eine generelle Badetemperatur, die er als Mediziner zum Anbaden in der Ostsee empfehlen würde, gebe es nicht. „Es hängt immer davon ab, was man gewöhnt ist“, sagt Prof. Lommatzsch.

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