Such-Trends 2018

Das googelt Rostock

Deutschlands Google-Nutzer, die nach „Rostock“ suchen, sind besonders an Schlagerstars, Fußball und Feten interessiert.

Deutschlands Google-Nutzer, die nach „Rostock“ suchen, sind besonders an Schlagerstars, Fußball und Feten interessiert.

Rostock. Wer hätte das gedacht: Glaubt man Google, hat Rostock in diesem Jahr bundesweit viel mehr mit dem folgenschweren Absturz eines Showbiz-Promis von sich reden gemacht als mit Fußball und Volksfesten. Zumindest im Internet. Der Hansetag hat diesen Sommer zwar Tausende Menschen aus unterschiedlichsten Nationen an die Warnow gelockt. Doch mehr noch interessiert die Deutschen, wie Schlagerstar Vanessa Mai sich im April bei einer Bühnenprobe in der Stadthalle eine Wirbelsäulenverletzung zuzog. Die Sängerin steht ganz oben auf der Klickliste.

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Google hat im Auftrag der OSTSEE-ZEITUNG das Suchwort „Rostock“ durch sein Statistik-Tool „Google Trends“ gejagt und ausgewertet, welche Personen oder Dinge Internetnutzer in Verbindung mit dem Stadtnamen bundesweit 2018 besonders häufig in die Suchleiste tippten. Zeitgleich hat Google ausgelotet, was Deutschland und die Rostocker im Speziellem am meisten bewegte. Hier kommt der nicht ganz ernst gemeinte Jahresrück-Klick.

Das wurde neben Vanessa Mai noch zu Rostock gegoogelt:

Trash-TV, Pokalkracher, Partys: Auf der Liste der Top-Aufsteiger, also den Begriffen, die in Verbindung mit „Rostock“ den größten Anstieg im Suchinteresse im Vergleich zum Vorjahr auslösten, geht es ordentlich zur Sache. Den zweiten Platz hinter Vanessa Mai holt sich der Hansetag. Das dürfte dem Oberbürgermeister gefallen, genauso wie, dass “800 Jahre Rostock“ auf Platz vier und der Ostermarkt auf Platz acht im Ranking steht. Partys, über die man spricht – was kann sich ein Gastgeber mehr wünschen?

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Was die Republik sonst noch gegoogelt hat, taugt dagegen nur bedingt als Werbung für die Stadt. Schmerzliche Erinnerungen bei Fußballfans weckt Platz drei der Google-Liste: Auf dem steht „Rostock Nürnberg“ – die bittere und denkbar knappe Niederlage gegen den Bundesligisten im DFB-Pokal dürften Hansaanhänger kaum vergessen haben. Das Kontrastprogramm steht auf Rang neun, denn was bitte sollten Googlenutzer mit den Wörtern „Rostock Stuttgart“ anderes gesucht haben, als alles zur Pokalsensation, die Hansa im Sommer gegen den VfB glückte? Allerdings könnte auch die Pyro-Show der Fans während des Spiels, die dem Koggenclub im Nachhinein eine saftige Geldstrafe einbrachte, die Klickzahl in die Höhe getrieben haben.

Heiß her geht es im Mittelfeld: „Brand“ und „Demo“ belegen die Plätze fünf und sechs. Rang sieben und zehn hat Rostock der Fernsehnation zu verdanken: Ersteren holt sich die „Shopping Queen“. Ob’s daran liegt, dass die Anfang des Jahres mit Rosenkavalieren in die Stadt eingeritten kam? Wer es nicht gesehen hat: In der Styling-Doku shoppten sich damals fünf Rostockerinnen begleitet von Ehemaligen der Kuppelshow „Bachelor“ wie Paul Jahnke und Sebastian Pannek durch die Geschäfte. Dabei zuzuschauen, ist nicht jedermanns Sache. Und noch ein zweites Mal musste Rostock als TV-Kulisse für ein Realityformat herhalten, das nicht jedem gefällt. „Hartz und herzlich“ spielt in der Platte im Blockmachering und bringt die Straße auf den letzten Platz der Top-Ten-Google-Liste.

Das haben die Rostocker gegoogelt:

Und was hat die Hansestädter selbst am meisten interessiert? Verlässt man sich auf die Google-Rangliste, ist Rostock gern und häufig in sozialen Netzwerken unterwegs, shoppt bevorzugt (und gern günstig) online, und will trotzdem wissen, wie es vor der Haustür aussieht. Die Begriffe Facebook, Youtube, Amazon und Ebay haben Google-Nutzer in Rostock besonders häufig gesucht. Am Wetter scheinen sie so sehr interessiert, dass es gleich zweimal in den Top Ten auftaucht – als einzelnes Wort und noch mal in Verbindung mit „Rostock“.

Das sind die Bundestrends:

Und bundesweit? Da waren Sporthighlights wie die Fußball-Weltmeisterschaft und die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle am meisten gefragt. Allerdings auch ein Ereignis, dass mittelbar Bezug zu Rostock hat: Das Ranking der Persönlichkeiten mit dem größten Anstieg 2018 ist von einem tragischen Fall überschattet. Ganz Deutschland interessierte sich für Daniel Küblböck, der von Bord der Aida sprang.

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Das sind die beliebtesten Was-Fragen:

Der Google-Jahresrückblick fördert auch Kurioses zu Tage: Über die Frage „Eichenprozessionsspinner was tun?” haben sich so viele Deutsche den Kopf zerbrochen, dass sie an der Spitze der „Was-Fragen” 2018 gelandet ist. Im Sommer dieses Jahres guckte ganz Deutschland in den Himmel und konnte dort offenbar nicht finden, was man sonst selten übersieht: Zumindest ist „Wo ist der Mond?“ die meistgesuchte Wo-Frage – im Jahr der längsten totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts verständlich.

Google: Jahresrückblick 2018

Diese Suchbegriffe hatten deutschlandweit den größten Anstieg:

1. WM

2. Daniel Küblböck

3. Jens Büchner

4. Avicii

5. Medaillenspiegel

6. Olympia

7. Meghan Markle

8. Mondfinsternis

9. Euro Lira

10. Hochzeit Harry Meghan

Diese Schlagzeilen hatten bundesweit den größten Anstieg:

1. Mondfinsternis

2. Euro Lira

3. Hochzeit Harry Meghan

4. Chemnitz

5. Hambacher Forst

6. Hessen Wahl

7. Landtagswahl Bayern

8. DSGVO

9. Kate Baby

10. Thailand Höhle

Diese Persönlichkeiten hatten den größten Anstieg:

1. Daniel Küblböck

2. Meghan Markle

3. Jan Ullrich

4. Maaßen

5. Demi Lovato

6. Özil

7. Seehofer

8. Tina York

9. Sylvester Stallone

10. Ella Endlich

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OZ

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