Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Lesermeinung

Debatte über Atomkraft: „Kraftwerke im Energieengpass abzuschalten – genau mein Humor!“

Ein Fass mit der Aufschrift „Back to sender“ und einem Strahlenwarnzeichen: Wohin mit dem Atommüll?

Ein Fass mit der Aufschrift „Back to sender“ und einem Strahlenwarnzeichen: Wohin mit dem Atommüll?

Rostock. Angesichts der weiter anhaltenden Energiekrise liebäugelt manch Politiker damit, die drei Atomkraftwerke in Deutschland weiterlaufen zu lassen. CDU-Chef Friedrich Merz etwa. Dies sei technisch möglich und juristisch vertretbar, so Merz. Auch Unionskollege Markus Söder von der CSU äußert sich in dieser Weise.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Reichlich skeptischer zeigen sich da zum Beispiel Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und mit ihm MVs Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ebenfalls Sozialdemokratin. Scholz verwies darauf, dass die aktuell eingesetzten Brennstäbe in den AKW nur noch bis zum Jahresende reichen. Während einige Leser mahnen, alle Systeme zur Energieerzeugung am Laufen zu halten, eben auch die AKW, sehen andere von der Laufzeitverlängerung ab.

Karsten Hamann zeigt sich verwundert: "Das ist schon überragend. Ein zuverlässiges und funktionierendes System zur Stromerzeugung ohne große Not einfach so abzuschalten, ohne auch nur ansatzweise ein vergleichbares zuverlässiges System als Redundanz zu haben, ist einfach nur naiv. Unsere europäischen Nachbarn lachen sich kaputt."

Gerry Hertneck fügt an: "Logik der Regierung ist es, Kraftwerke im Energieengpass abzuschalten. Genau mein Humor!"

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lennart Erbschlecht weist an dieser Stelle darauf hin, dass "die Atomkraft noch circa fünf Prozent unserer Stromerzeugung ausmacht."

Thomas Gerd Knauer findet: "Gute Entscheidung, Atomstrom ist keine Alternative, sondern der teuerste Strom, den es gibt. Nicht für die Produzenten, aber für den Steuerzahler."

„Bestehende AKW müssen in Verlängerung geschickt werden“

Matt Kohn fordert: "Die drei bestehenden AKW müssen in die Verlängerung geschickt werden, die anderen drei sollten reaktiviert werden, um das wirtschaftliche Überleben Deutschlands, aber auch der EU zu sichern! Wie verdammt dumm ist es, in einer der größten Energiekrisen die letzten AKW abzuschalten?"

Lesen Sie auch

Tobi Ganzeinfach ist der Ansicht: Bürokratie sei das größte Hindernis in der Debatte um Atomkraft an, Atomkraft aus. "Nach einem Herunterfahren wegen einer Inspektion oder einer kleinen Störung wird es doch auch wieder angefahren. Die Frage ist nur, ob die Politik das wirklich will."

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hans-Jürgen Fidyka ist überzeugt, eine Verlängerung ginge ohne Weiteres. "Diese besserwisserische und von Tsunamiangst getriebene Abschaltung der AKW war das Dümmste, was die Regierung hat machen können. Kostet Milliarden Euro, die die Bevölkerung zahlen muss, obwohl sie das nicht gewollt hat."

Michael Scholten sagt: "Atomkraft ist ein Geist, der gerufen wurde und den wir so schnell nicht mehr loswerden. Umweltschutz und Energiesicherheit passen hier nicht zusammen. Aber wir können doch unsere sicheren Kraftwerke nicht abstellen und Strom von unsicheren Kraftwerken aus den Nachbarländern beziehen. Die meisten stehen in der Nähe zu Deutschland."

„Zu teuer, zu ineffizient als Energieträger, zu hohes Sicherheitsrisiko“

Signe Schwarze wiederum spricht sich energisch gegen Atomkraft aus: "Viel zu teuer, zu ineffizient als Energieträger, zu hohes Sicherheitsrisiko durch Strahlung und gerade jetzt durch den Krieg. Uran ist ebenso absehbar verbraucht wie Kohle und Öl. Zudem ist der Abbau gleichzeitig Raubbau. Unsere Kindeskinder werden uns verfluchen."

Bernd Schmidt schließt mit den Worten: "Anstatt endlich mal saubere erneuerbare Energie auszubauen, wieder diese Diskussion."

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von Juliane Lange

Mehr aus Mecklenburg-Vorpommern

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.