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Polizeimeldung

OZ-Leser zu „Elefantenrennen“ auf A 20: „Am besten wäre ein Rechtsfahrgebot für die Lkw“

Der Überholvorgang ist bei Lkw genau geregelt. Damit soll dem berühmten „Elefantenrennen“ entgegengewirkt werden.

Der Überholvorgang ist bei Lkw genau geregelt. Damit soll dem berühmten „Elefantenrennen“ entgegengewirkt werden.

Tribsees.Diese Meldung sorgt unter Lesern für reichlich Gesprächsstoff: Bei einem sogenannten "Elefantenrennen", bei denen ein Lkw einen anderen überholt, hat ein 21-jähriger Fahrer einer Sattelzugmaschine in dieser Woche auf der A 20 Richtung Lübeck 90 Sekunden für diesen Vorgang bis zum Wiedereinscheren benötigt. Die aktuelle obergerichtliche, deutsche Rechtsprechung wertet indes nur 45 Sekunden als angemessen. Heißt: Das Überholen darf gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO) bei Lkw nur die Hälfte der Zeit in Anspruch nehmen und muss mit einem Geschwindigkeitsunterschied von zehn Kilometern pro Stunde erfolgen – andernfalls handelt es sich um ein sogenanntes Elefantenrennen.

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Da sich die Baustelle an der Trebeltalbrücke unmittelbar vor dem genannten Streckenabschnitt befindet, kam es zu einer erheblichen Fahrzeugkolonne hinter dem überholenden Lkw. Der junge Kraftfahrer bekommt nun ein Bußgeld von mindestens 80 Euro, einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg und zahlreiche Kommentare.

Birgit Krämer weiß zu berichten: "Das ist ein Dauerzustand auf den Autobahnen." Krämer bemängelt noch: "Und kaum Polizei ist dabei zu sehen."

Marika Staffeldt rät: "Damit alle etwas entspannter sind, sollten alle etwas früher losfahren und keiner hat Stress, wenn ein Lkw mal einen Überholvorgang vornimmt." Staffeldt sagt: "Man sollte übrigens immer mehr Zeit einplanen, denn man könnte auch mal im Stau stehen oder eine Panne haben."

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OZ-Umfrage: Sollte es ein generelles Überholverbot für Lkw geben?

Philipp Zicker erzählt: "Mein persönlicher Rekord war ein Lkw, der auf der A 19 Abfahrt Rostock-Nord zum Überholen eines anderen Lkw angesetzt hatte und kurz vor dem Kreuz Rostock den Überholvorgang erfolgreich abschließen konnte. Da ist der überholte Lkw allerdings auch abgefahren. Bei aller Sympathie für Lkw-Fahrer – man kann es auch übertreiben."

„Machen die Lkw-Fahrer nicht auch nur ihren Job?“

Bettina Prill meint: Ja, es sei nervig, "aber machen die Leute nicht auch nur ihren Job? Sind die Regale leer, wird auch nur gejammert. Den Job will kaum einer machen und die, die es mit Leib und Seele machen, bekommen noch einen Tritt in den Hintern. Traurig."

Mathias Bentlewski schließt sich der Verteidigung der Lkw-Fahrer an: "Genau Leute, immer schön über die Lkw-Fahrer meckern. Dass die Jungs und Mädels euer Essen zu den Märkten bringen, interessiert da nicht. Und wenn mal was nicht da ist, dann wird gefragt, wo bleiben die denn? Ich bin kein Lkw-Fahrer. Aber denkt mal drüber nach!"

Mirco Friske wiederum schreibt: "Ganz ehrlich, das ist doch nun mehr als erwiesen, dass dieser vermeintliche Gewinn an Zeit wenn überhaupt nur ein paar Minuten beträgt."

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Robert Dürkopp überlegt: "Ja, hätten sie die A 20 damals schon dreispurig gebaut, dann wäre so was nicht passiert."

Und Matthias Löbsack erwidert: "Würden sich die Berufskraftfahrer einfach an die StVO halten, wäre dieses Problem kein Problem."

„Pkw überholen sich auch, wenn der eine langsamer ist als der andere“

Jörg Schulz ruft den Kritikern entgegen: "Fahrt mal mit. Dann redet ihr vielleicht anders. Überholen hat mit Elefantenrennen nix zu tun. Pkw überholen sich auch gegenseitig, wenn der eine langsamer ist als der andere. Nur dauert es beim Truck halt etwas länger."

Thomas Fellechner schließlich gibt zu bedenken: "Am besten wäre ein ausschließliches Rechtsfahrgebot für die Lkw."

Von Juliane Lange

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