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Ahrenshoop

Der Jazz gehörte immer dazu

Fie Sängerin Gitte Haenning.

Fie Sängerin Gitte Haenning.

Ahrenshoop.Man kennt Sie als Schlagersängerin. Aber woher rührt eigentlich ihre Liebe zum Jazz?

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Gitte Hænning: Ich bin in Kopenhagen in einem musikalischen Haushalt aufgewachsen. Und da waren auch immer Jazzmusiker bei meinem Vater zu Gast, der ebenfalls Musiker ist.

Also der Jazz gehörte bei Ihnen zum Haushalt immer dazu?

Ja, gehört habe ich immer schon die alten Jazzplatten, zum Beispiel von Louis Armstrong oder von Ella Fitzgerald. Das passt auch zu mir, denn für die Klassik war ich immer zu zappelig.

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So wurden Sie in Dänemark zum Kinderstar. Und später kam der Durchbruch mit „Ich will ’nen Cowboy als Mann“. Wie kam das zustande?

Es gab schon eine Aufnahme mit einer deutschen Sängerin, aber die Plattenfirma hat damals nach einer skandinavischen Sängerin gesucht. Der dänische Akzent soll ja irgendwie süß klingen. Und dann hab ich diesen Titel aufgenommen.

Wie ist denn ihre Karriere im deutschsprachigen Raum überhaupt in Gang gekommen. Wer hat Sie entdeckt?

Der damalige Intendant des Norddeutschen Rundfunks hatte in den sechziger Jahren ein Ferienhaus in Dänemark, der hat mich dort im dänischen Fernsehen gesehen. Das war der Anfang, so kam es dann zu einem Auftritt in der Bundesrepublik, das war in einer Fernsehshow von Rex Gildo.

Damit kam Ihre erfolgreiche Karriere als Schlagersängerin in Gang. Sie haben auch in der DDR Konzerte gegeben. Dänemark und die DDR waren auf besondere Weise verbunden, unter anderem durch die Popularität der Olsenbande in beiden Ländern. Wie haben Sie damals die Auftritte in der DDR erlebt?

Es war schon etwas ganz Besonderes für mich, als ich im Berliner Friedrichstadtpalast gesungen hab. Da habe ich im Publikum sozusagen die Herzen schlagen gehört. Auch bei einem Auftritt in Rostock war das so, besonders bei meinem Lied „Über die Grenze“.

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Jetzt sind sie wieder mit einem Jazzprogramm unterwegs. Wer sind ihre Musiker dabei?

Ich habe schon eine tolle Band, zum Beispiel ist der Pianist Sebastian Weiß dabei, der lange in London gelebt hat und nun wieder hier im Lande ist. Dazu kommen Benedikt Reidenbach an der Gitarre, der Schlagzeuger Thomas Alkier und Oliver Potratz am Kontrabass.

Gitte Hænning also als Jazzsängerin. Was kann der Zuschauer bei Ihrem Auftritt in Ahrenshoop erwarten?

Es wird im Konzert zwei Teile geben, im ersten singe ich auch ältere Hits von mir. Darunter ist zum Beispiel „Lampenfieber“, das ich in einer Jazzfassung bringe, dann kommt „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ als Blues-Parodie, auch mein Hit „Ich will alles“. Dazu werde ich etwas erzählen von Udo Lindenberg, Rio Reiser und Helge Schneider. Und ich werden auch Songs von ihnen singen.

Das klingt schon mal sehr interessant! Und im zweiten Teil des Konzerts?

Nachdem im ersten Teil meine Gäste sozusagen reingezogen habe, gibt es puren Jazz. Und ich möchte zwischendurch auch etwas erzählen von meiner Affinität zum Jazz.

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Gitte Hænning und Band spielen ihr neues Konzertprogramm „Meine Freunde, meine Helden, Ihre Gitte!“ auf dem 19. Ahrenshooper Jazzfest am 23. Juni um 20 Uhr auf der Hauptbühne am Hafen. Restkarten gibt es in den ServiceCentern der OSTSEE-ZEITUNG, unter der Internetadresse www.oz-tickets.de oder unter Tel. 0381 / 38303017.

Thorsten Czarkowski

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