Lesermeinung

Weniger duschen und baden wegen der Energiekrise? „Ich kann nicht stinken wie ein Iltis“

Entspannung in der Badewanne. Im Angesicht der Energieknappheit noch vertretbar? (Symbolfoto)

Entspannung in der Badewanne. Im Angesicht der Energieknappheit noch vertretbar? (Symbolfoto)

Rostock. Angesichts der drohenden Energieknappheit appellieren Politiker immer wieder, auch im privaten Haushalt Energie zu sparen. Eine Möglichkeit der persönlichen Einschränkung: zukünftig eher unter die Dusche als in die Badewanne.

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Das Votum der Leser ist jedoch klar: Laut einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der OZ will eine Mehrheit von gut 63 Prozent trotz Energiekriese nicht auf das Baden verzichten. Immerhin rund 19 Prozent der Leser fühlen sich wegen der zu erwartenden Mehrkosten von Energie zum Sparen gezwungen und verzichten vielleicht auf ein wohliges Bad. Ebenfalls 19 Prozent stellt sich diese Frage gar nicht, da sie nicht baden. Hier können Sie weiter abstimmen.

„Wir verzichten auf nichts“

Auch auf Facebook wurde die Thematik unter unseren Leserinnen und Lesern diskutiert, auch dort hat ein Großteil nicht vor, auf das Baden zu verzichten. "Wir verzichten auf nichts. Das Leben soll wohl am besten nur noch aus arbeiten und verzichten bestehen – wenn es nach der Politik geht. Vergnügungen aller Art verboten und nun mittlerweile auch noch die kleinen Selbstverständlichkeiten wie heizen, baden, Licht et cetera", schreibt Nadine Hahn.

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Gabi Habecker dusche sowieso hauptsächlich, habe aber nicht vor, die Häufigkeit zu verringern. "Ich koche auf einem Stromherd, Warmwasser wird über Flüssiggas im Durchlauferhitzer erzeugt, ich werde auch weiterhin regelmäßig duschen, wenn man ständig mit und unter Leuten arbeitet, kann man nicht stinken wie ein Iltis, da hilft auch keine Deodusche", findet sie.

„Ich möchte meiner Tochter kein kaltes Zimmer zumuten“

Für andere sind die von der Regierung vorgeschlagenen Einsparungsmöglichkeiten bereits seit Langem im alltäglichen Leben angekommen. "Keine Ahnung, wo ich noch sparen soll? Ich bade nicht, ich dusche, ansonsten benutze ich einen Waschlappen. Ich koche das Essen immer mit geschlossenem Deckel. Habe überall LED-Birnen, sitze aber, wenn ich kein Licht brauche, lieber bei Kerzenlicht! Wäsche nie mehr als 40 Grad Celsius – und das seit Jahren! Ich brauche niemanden, der mit erhobenen Zeigefinger belehren möchte", berichtet Iris Hagen.

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Auch Fekir Taumann merkt an: "Viele dieser Ratschläge sind seit Jahren gang und gäbe, allerdings möchte ich meiner Tochter kein kaltes Zimmer zumuten. Dementsprechend sparen meine Frau und ich mehr."

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„Niemand verbietet einem das Bad“

Andere können die negative Resonanz für die Empfehlungen der Politik nicht nachvollziehen. Karen Böttcher sieht das ganze entspannter: "Ich glaube nicht, dass wir per Gesetz in eine Sammelbadewanne gesteckt werden und die Weihnachtsbeleuchtung darf sicher auch brennen. Ein bisschen Demut zum besagten Wohlstand in allen Zeiten ist keinem gesunden Menschenverstand zuviel abverlangt."

Auch Teddy Neumann hat kein Verständnis für die Empörung: "Niemand verbietet einem das Bad zu Hause in der Wanne, aber alle meinen, es wird einem verboten. Der normale Menschenverstand sollte vielen aber in Hinblick auf steigende Strom- und Gaspreise sagen, mal lieber doch hier und da ein Bad weniger zu nehmen."

Von Finn Loose

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