Wohnen im Denkmal

Familie Reinike lebt im ältesten Haus in Alt Farpen

Liegedreiräder in verschiedenen Ausführungen und Größen – Olaf Reinike schwärmt von dieser Art der Fortbewegung.

Liegedreiräder in verschiedenen Ausführungen und Größen – Olaf Reinike schwärmt von dieser Art der Fortbewegung.

Alt Farpen. In dem ältesten Haus des Dorfes lebt Olaf Reinike mit seiner Familie. Vermutlich wurde es zwischen 1290 und 1300 errichtet. Das konnten Experten anhand der runden Steine im Mauerwerk bestimmen. Sie wurden in Mecklenburg nur eine ganz kurze Zeit verbaut. Wofür die Mönche, die in Alt Farpen als Außenstelle des Klosters Doberan Landwirtschaft betrieben, das Gebäude nutzten, hat der Eigentümer bislang nicht herausfinden können. Im Keller haben sie vermutlich geschlafen, da gibt es Nischen. „Zu DDR-Zeiten wurde das Haus als Getreidelager genutzt. Im Keller stand die Mühle, dort wurde geschrotet“, erzählt Reinike, ein gebürtiger Wismarer. „Meine Oma hat hier gearbeitet. Sie bekam das Haus samt Hofstelle im Zuge der Bodenreform zugewiesen.“ Der Enkel hat es geerbt und saniert. Es ist ein Einzeldenkmal.

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Besitzer verleiht Liegedreiräder

Die sechsköpfige Familie wohnt im Obergeschoss, im Parterre betreibt Olaf Reinike einen Fahrradverleih und -verkauf. Der 50-Jährige hat sich auf Liegedreiräder spezialisiert. „Es ist total entspannt, so zu fahren. Man sitzt wie im Fernsehsessel, den Blick nach oben“, schwärmt er. „Und der Wind stört nicht, man fährt drunter durch.“ Er habe durch das Trike zum Radfahren zurückgefunden, sagt er.

Nicht-Radlerin begeistert von Tour

„Das macht richtig viel Spaß“, bestätigt Petra Durow, eigentlich Nicht-Radlerin. Sie kommt mit ihrem Mann gerade von ihrer ersten Tour zurück. „Es war unsere Testfahrt fürs Familienfest im Herbst. Da wollen wir etwas Besonderes machen“, erzählt die 56-Jährige.

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Ältere Radfahrer steigen um

Olaf Reinike freut sich. Das Liegedreirad hat zwei neue Fans. Die meisten Kunden leihen ein normales Zweirad aus. Leute, die das Trike kennen, kommen gezielt zu ihm, passionierte Radtouristen etwa, die es gerne für längere Touren ausleihen. Es kommen auch Neugierige, die es mal ausprobieren wollen. Ältere, die beim Radfahren Schmerzen haben, sind aufs Liegedreirad umgestiegen. Auch für Menschen mit Handicap ist es eine Alternative. Für Kinder ab 1,40 m Größe hat Olaf Reinike ebenfalls Trikes vorrätig.

Auch mit Elektroantrieb erhältlich

„Auf Wunsch verändere ich die Räder, tausche die Pedalen gegen Fußschalen aus oder rüste das Rad mit einem Motor aus.“ Selbst als Tandem ist das Liegedreirad zu haben. Oder als Lastenrad für Strandutensilien und den Hund. Für nächste Woche hat es eine Urlauberin mit Gipsbein gebucht.

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Haike Werfel

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