Rostock

Fan-Gewalt: Kampfsportclub im Visier der Ermittler

So genannnte Problemfans des FC Hansa Rostock bei einem Spiel gegen Halle (Symbolbild).

So genannnte Problemfans des FC Hansa Rostock bei einem Spiel gegen Halle (Symbolbild).

Rostock. Ein Kampfsportverein aus Rostock-Evershagen ist in das Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft geraten – weil dort auffällig viele Problemfans des FC Hansa Rostock aktiv sein sollen. „Dort trainieren nach unseren Erkenntnissen eine Vielzahl von Personen – nämlich mindestens zehn –, die als sogenannte ,Intensivtäter Gewalt und Sport’ registriert sind“, sagt Oberstaatsanwalt Reinhard Krüger, zuständiger Abteilungsleiter bei der Rostocker Staatsanwaltschaft für Verfahren aus dem Bereich Fußball. „Nirgendwo in Rostock treten so viele gewaltbereite Fußballfans so geballt auf wie dort.“

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Nach Angaben der Rostocker Kripo sind in dem Verein sogar 30 bis 40 so genannte C-Fans aktiv, die sich selbst in Kampfsportarten ausbilden. C-Fans gelten als besonders gewaltbereit. Der Vorwurf der Ermittler: Die Problemfans würden in dem Club ihren eigenen Nachwuchs ausbilden. Die Polizei habe diese Personen aber im Blick, können gegen deren Freizeit-Gewohnheiten jedoch nichts unternehmen.Gerade erst war ein prominenter Kämpfer des Vereins wegen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Pikant: Der Verein erhält jährlich Fördermittel von der Stadt. Allein in den vergangenen vier Jahren floss mehr als 7000 Euro an Steuergeld an den Kampfsportverein. Das Rathaus gibt sich ahnungslos.

Der Verein wehrt sich gegen die pauschalen Aussagen der Ermittlungsbehörden: Mitglieder und Kämpfer, die vor Gericht wegen einer Gewalttat verurteilt worden sind, würden sofort ausgeschlossen.

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    Andreas Meyer

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