In 60 Meter Tiefe

Flugzeugabsturz über der Ostsee – deutsche Behörden schicken Experten zum Unglücksort

(Symbolbild)

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Rostock/Ventspils. Lettische Rettungskräfte haben nach dem rätselhaften Absturz eines Flugzeugs in der Ostsee weitere Überreste der Unglücksmaschine und persönliche Gegenstände der Insassen geborgen. Die Funde seien am Mittwoch mit Hilfe eines Roboters auf dem Meeresboden entdeckt worden, sagte die Sprecherin der lettischen Marine, Liva Veita, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Leta. Die Filmaufnahmen des Roboters seien demnach an die zuständigen Behörden übergeben worden, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Nach Angaben von Veita ist die Suchaktion der Marine damit abgeschlossen.

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Ermittlung unter Leitung deutscher Behörden

Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) geleitet, die drei Experten nach Lettland entsandt hat, wie die Bild-Zeitung berichtet. Da die Maschine weder über einen Flugdatenschreiber noch einen Voice-Recorder im Cockpit verfüge, sei die Auswertung des Unfallherganges sehr schwierig, sagte Germout Freitag, Sprecher der BFU, gegenüber Bild.

„Wir sind eine Art unterstützende Stelle aus Lettland, aber Deutschland wird alle weiteren Informationen haben“, betonte Anita Skinuma, Chefin der nationalen Untersuchungsbehörde Lettland.

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Das Privatflugzeug war am Sonntag auf dem Weg von Spanien nach Köln bis über die Ostsee geflogen. Dort stürzte es am Abend vor der Küste westlich der lettischen Hafenstadt Ventspils ins Meer. Die Kommunikation mit der Cessna 551 mit vier Menschen an Bord sei vor dem Unfall für lange Zeit unterbrochen gewesen.

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Keine Chance auf Überlebende in der Ostsee

Ob bereits alle Teile des Wracks gefunden wurden, ist noch unklar. Geplant ist es, die geborgenen Teile in einer Halle auszustellen, um herauszufindenm, was noch fehlt.

Die Cessna gehörte dem 72-jährigen Kölner Unternehmer Karl Peter Griesemann, der gemeinsam mit seiner Frau, seiner Tochter und ihrem Lebensgefährten unterwegs war. Laut Angaben der lettischen Polizei sind auch menschliche Überreste an der Absturzstelle gefunden worden. Eine Chance auf Überlebende gibt es nicht.

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Die Identität der Passagiere wurde noch nicht offiziell bestätigt. Die Anlagentechnik-Firma Griesemann aus Wesseling bei Köln hatte aber bereits mitgeteilt, dass es sich bei den vier Vermissten um die Insassen des Flugzeuges handelt. Die Nachricht vom möglichen Tod des auch als Karnevalist aktiven Griesemann löste in Köln Trauer und Entsetzen aus.

Von OZ/dpa

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