OZ-Weihnachtsaktion

Große Freude in Wismar: OZ-Leser spenden fast 29 000 Euro

Der Wismarer Sebastian Hollatz steckt 300 Euro in die Spendenbox –zur Freude von Kerstin Schröder, Leiterin der Wismarer OZ-Lokalredaktion. Marit Kühn steckt zwei grüne 100-Euro-Scheine in die Spendenbox.

Der Wismarer Sebastian Hollatz steckt 300 Euro in die Spendenbox –zur Freude von Kerstin Schröder, Leiterin der Wismarer OZ-Lokalredaktion. Marit Kühn steckt zwei grüne 100-Euro-Scheine in die Spendenbox.

Wismar. Detlef Lohne kann es kaum fassen: 22 685,77 Euro sind auf dem Konto der Wismarer Tafel bis Donnerstagnachmittag eingegangen – dank der OZ-Leser. Sie haben während der Adventszeit gerne etwas für die bedürftigsten Menschen getan, für Familien und Rentner, die nicht genug Geld für regelmäßige Einkäufe haben und auf Lebensmittelspenden angewiesen sind.

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Die Nachfrage nach Lebensmitteln steigt

Detlef Lohne, Chef der Wismarer Tafel: „So viel Geld haben wir noch nie gespendet bekommen.“

Detlef Lohne, Chef der Wismarer Tafel: „So viel Geld haben wir noch nie gespendet bekommen.“

„Ich möchte mich ganz herzlich für die außergewöhnliche und in dieser Höhe noch nie dagewesene Spende bedanken“, freut sich der Tafel-Chef über die Großzügigkeit der Wismarer und Nordwestmecklenburger. Diese sei nicht selbstverständlich. „Wir bekommen kaum Unterstützung von der Politik und sind auf Hilfen wie diese angewiesen“, betont er.

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Das Geld könne das ehrenamtliche Team sehr gut gebrauchen, da die Nachfrage nach Lebensmitteln stetig steige, genauso wie die laufenden monatlichen Kosten. „Wir werden die Geldspende verantwortungsvoll für Reparaturen der Fahrzeuge, Mieten und Lebensmittel einsetzen“, kündigt er an.

Dank der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ der Wismarer OSTSEE-ZEITUNG und der vielen Spender sei die Verteilung von Lebensmitteln für die nächste Zeit gesichert.

Spenden werden für Ausflüge genutzt

Birgit Lang vom SkF: „Das ist für uns sehr viel Geld.“

Birgit Lang vom SkF: „Das ist für uns sehr viel Geld.“

Große Freude herrscht auch beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dessen Team sich um Familien in schwierigen, auch finanziellen Verhältnissen kümmert, ihnen Erziehungsbeistand leistet, mit Beratungen zur Seite steht und sie zu Ausflügen einlädt. Auf dem Konto des SkF sind weitere 5635 Euro eingegangen.

„Das ist für uns sehr viel Geld“, berichtet Leiterin Birgit Lang. Mit den Spenden aus der OZ-Aktion sollen unter anderem Unternehmungen mit den betreuten Familien finanziert werden und Notfälle. Zum Beispiel, wenn die Kinder keine Turnschuhe haben oder der Kühlschrank der Familie leer ist. Auch Bastelmaterialien werden angeschafft, der Fahrdienst für Familien unterstützt, wenn begabte Kinder musikalisch und sportlich gefördert werden.

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„Und wir brauchen dringend Stühle“, ergänzt Birgit Lang. Denn regelmäßig – wenn keine akute Corona-Lage besteht, finden gemeinsame Treffen der Familien und Berater statt.

Auch einige Sachspenden sind bei der Tafel und dem SkF eingegangen. „Die verteilen wir an die Familien“, berichtet Birgit Lang.

Zusammengerechnet stehen damit zurzeit insgesamt 28 520,77 Euro auf den Spendenkonten. Wie Kerstin Schröder, Leiterin der OZ-Lokalredaktion Wismar bemerkt, zeige die große Spendenbereitschaft, dass zwei wichtige Institutionen für die diesjährige Weihnachtsaktion ausgesucht worden sind: „Beide betreuen Menschen, die nicht sehr viel Geld haben und Hilfe brauchen.“

Die Konten können weiter für Spenden genutzt werden, erfahrungsgemäß gehen bis zum Jahresende immer noch Spenden ein. Eine besondere Aktion hat sich der Wismarer Sebastian Hollatz ausgedacht. Er baut schöne Hängepyramiden aus Holz – worüber auch schon die OZ und das Fernsehen berichtet haben. Für eine TV-Dokumentation hat er an einer solchen Weihnachtsdekoration gearbeitet.

„Sie hat kleine Makel“, berichtet er. Die sind für Laien aber nicht auf den ersten Blick zu erkennen – für ihn aber schon. Deshalb wollte er die Vorführpyramide nicht zum Verkauf anbieten, sondern für den guten Zweck versteigern. Fünf Interessenten haben mitgeboten und am Ende hat die Pyramide für 285 Euro einen neuen Besitzer bekommen.

„Ich habe die Summe auf 300 Euro aufgestockt“, erzählt er, als er das Geld in die Spendenbox im OZ-Servicecenter steckt. Mit 3600 Euro ist die gefüllt worden. Das Geld wird unter den beiden Nutznießern der Aktion aufgeteilt.

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Viele Menschen haben Aktion unterstützt

Weitere 200 Euro haben Marit Kühn und Dr. Hartmut Thomas aus Wismar gespendet – je 100 Euro für die Wismarer Tafel und den Sozialdienst katholischer Frauen. „Wir finden es wichtig, dass es allen Menschen gut geht und sie ein schönes Weihnachtsfest haben“, sagt Marit Kühn. „Uns geht es sehr gut. Wir würden uns auch gerne ehrenamtlich engagieren, aber dafür fehlt uns aus beruflichen Gründen die Zeit. Wir arbeiten beide im Krankenhaus.“

Gut geht es nach eigenen Angaben auch Wolfgang Pusback. Der 81-Jährige lebte viele Jahre in Amerika, zuletzt in Kalifornien. Der Wismarer entschied sich mit 21 Jahren, ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ auszuwandern, wie er sagt. Und das, ohne ein Wort Englisch zu können. Er arbeitete zunächst in der Küche und dann im Computerbereich. Vor zwei Jahren kehrte er in seine Heimat Wismar zurück. „Ich habe jedes Jahr in Amerika gespendet und nun auch hier. Ich möchte Menschen, denen es nicht so gut geht, ein wenig helfen“, begründet er.

Auch Ronny Mense leistete einen Beitrag. Er überwies 20 Euro auf das Konto der Tafel.

Gespendet haben außerdem: Wolfgang Holm (30 Euro), Erika Bergmann (50), Christel Schmidt (15), Otfried Klemz (10), Gerhard Schmidt (20), Brigitte und Werner Sass (15), Klaus-Jürgen Schroeter (50), Antje und Stefan Bernier (50), Marina Kroll (20), Arlett und Sven Jantzen (25), Wolfgang Holm (30), Christine und Peter Sauvan (30), Doris Wahrmann und Burkhardt Nentwich (25), Gabriele und Eckhard Kloth (50), Inge und Karl Wiese (50), Claudia und Peter Wagenhausen (25), Steffen Sip mit Nadine Perih aus Wismar (100) und Gudrun Gaitzsch.

Allen Spendern im Namen der OZ, der Tafel und des SkF: ein ganz großes Dankeschön! Sollten Spendenquittungen benötig werden, stellen sie die beiden Vereine auf Wunsch ans.

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Von Kerstin Schröder

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