Friedland/Grevesmühlen/Wismar/Bad Doberan/Rostock

Heftige Schneefälle behindern Verkehr an der Küste

Alle reden vom Wetter... Bei der Bahn stehen ein Schneepflug der Bauart Meiningen (links) und eine Schneeschleuder zum Einsatz bereit.

Alle reden vom Wetter... Bei der Bahn stehen ein Schneepflug der Bauart Meiningen (links) und eine Schneeschleuder zum Einsatz bereit.

Friedland/Grevesmühlen/Wismar/Bad Doberan/Rostock. Teilweise heftige Schneefälle haben vor allem im Norden und Westen Mecklenburg-Vorpommerns zu erheblichen Behinderungen geführt. Westlich von Wismar lag die Sichtweite teilweise unter 30 Metern.

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Vor allem im Bereich der Autobahn 20 zwischen der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein bis zum Kreuz Rostock sowie auf der A 24 ereigneten sich mehrere Unfälle, teilte die Polizei mit. Bei Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) kam es zu einer dramatischen Szene: Ein Autofahrer wollte einer anderen Fahrerin helfen, die von der Straße abgekommen war. Auch Frau und Kind des Mannes stiegen aus. Als der Fahrer gerade bei der anderen Fahrerin war, sah er, wie ein weiteres Auto auf seine Familie zuschlitterte. Seine Frau (37) konnte den achtjährigen Sohn noch wegschubsen, wurde aber selbst von dem Auto erfasst und leicht verletzt. Der Helfer rannte zurück zu seiner Familie und wurde auch von dem schlitternden Fahrzeug getroffen. Der 39-Jährige wurde schwer verletzt.

Meist nur Sachschäden

Meist blieb es bei bei Sachschäden. So stießen auf der A 20 nahe Neukloster zwei Pkw zusammen. Zwischen den Anschlussstellen Schönberg und Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) kam ein Pkw von der Straße ab. Unweit der Anschlussstelle Zarrentin stießen auf der A 24 zwei Pkw zusammen. Beim nahe gelegenen Rastplatz ereigneten sich zwei Unfälle, in die drei beziehungsweise vier Autos verwickelt waren.

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Auf der Bundesstraße 105 bei Naschendorf nahe Grevesmühlen kam ein Fahrzeugführer mit seinem Pkw von der Straße ab. Hierbei wurde die Beifahrerin leicht verletzt.

In Beselin (Landkreis Rostock) rutschte ein Pkw gegen eine Laterne und beschädigte diese. In Groß Wüstenfelde wurde ein Telefonmasten im Ort beschädigt. Im Überseehafen Rostock wurde durch einen Pkw-Fahrer scheinbar aufgrund Straßenglätte ebenfalls ein Verkehrsschild umgefahren. Im Bereich der Dauerbaustelle zwischen der Anschlussstelle Rostock Südstadt sowie dem Autobahnkreuz Rostock ereignete sich ebenfalls ein Verkehrsunfall, hier mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Hier musste die Richtungsfahrbahn Stettin voll gesperrt werden.  Weitere Unfälle ereigneten sich bei Lohmen sowie in der Nähe von Jennewitz und Bad Doberan.

Wetterdienst erwartet Schnee bis Mittwoch

Der Februar verabschiedet sich an der deutschen Ostseeküste mit Schneefall. Bis Mittwoch könne es zwischen Rügen und Ostholstein Schneeverwehungen geben, sagte Stefan Kreibohm vom Wetterdienst Meteomedia. „Ich gehe davon aus, dass man an den einen oder anderen Ort schwer hinkommt.“ Mit dramatischen Situationen rechnet der Meteorologe allerdings nicht.

„Früher aufstehen“ - so lautet Kreibohms Rat an Autofahrer, die am Montagmorgen zur Arbeit müssen. Das Wetter sei in diesem Monat allerdings nicht außergewöhnlich gewesen. Der Februar werde etwas kälter als im langjährigen Mittel abschließen, prophezeite der Meteorologe.

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