Wer kennt den Unbekannten?

Hansa-Fan erschlägt Hertha-Anhänger: Polizei sucht mit Phantombild nach mutmaßlichem Täter

Ein Beamter steht im Regen vor einem Streifenwagen, dessen Blaulicht aktiviert ist. Die Polizei sucht jetzt mit einem Bild nach dem mutmaßlichen Hansa-Fan, der einen Hertha-Anhänger erschlagen hat.

Ein Beamter steht im Regen vor einem Streifenwagen, dessen Blaulicht aktiviert ist. Die Polizei sucht jetzt mit einem Bild nach dem mutmaßlichen Hansa-Fan, der einen Hertha-Anhänger erschlagen hat.

Rostock. Diese Tat erschüttert die Fußball-Fanszene bundesweit bis heute: Ein 55 Jahre alter Fan von Hertha BSC wurde Mitte Mai in Berlin von einem mutmaßlichen Anhänger des FC Hansa angegriffen und schwer verletzt. Vier Wochen später erlag der Mann seinen massiven Kopfverletzungen. Nun fahndet die Berliner Polizei auch in Rostock mit einem Phantombild nach dem mutmaßlichen Totschläger.

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Hertha-Fan lag nach Prügelei mit Hansa-Anhänger im Koma

Die Vorgeschichte: Nach dem Relegationsspiel zwischen Hertha und dem Hamburger SV kam es am 19. Mai gegen 23 Uhr in der Nähe des Berliner Olympiastadions zunächst zu einer Auseinandersetzungen zwischen dem späteren Opfer und dem Fahrer eines schwarzen BMW-Kombi mit Rostocker Kennzeichen. Der Beifahrer des Wagens – so schildern es jedenfalls Zeugen – stieg dann plötzlich aus dem Auto aus, verpasste dem 55-jährigen Gastronomen mit Vornamen Michael unvermittelt einen Faustschlag ins Gesicht. Der Mann stürzte, schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf und erlitt schwerste Schädelverletzungen. Nach gut einem Monat im Koma verstarb der Hertha-Fan schließlich.

Polizei fahndet nach Rostocker BMW und Fahrer

Seitdem fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft sowohl nach dem Rostocker BMW als auch nach dem mutmaßlichen Totschläger. Er soll – auch das sagen die Ermittler in Berlin – ein Oberteil mit dem Logo des FC Hansa Rostock getragen haben. Das Berliner Landeskriminalamt hat zwischenzeitlich auch offiziell um Amtshilfe bei den Ermittlern der Rostocker Polizei gebeten. „Wir stehen den Kollegen mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Rostocks Polizeisprecher Florian Müller. Zu konkreten Maßnahmen, die aktuell laufen, äußert er sich nicht.

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Mit dem nun veröffentlichten Fahndungsfoto erhöht die Polizei aber den Druck: Der mutmaßliche Hansa-Fan und Angreifer soll einen Bart tragen und kurze, dunkle bis braune Haare. Auffällig ist auch seine schmale Nase.

Mit diesem Bild sucht die Polizei in MV einen Hansa-Fan, der einen Hertha-Anhänger im Mai zu Tode geprügelt hat.

Mit diesem Bild sucht die Polizei in MV einen Hansa-Fan, der einen Hertha-Anhänger im Mai zu Tode geprügelt hat.

Marien: „Hoffen, dass Ermittlungen schnell vorankommen“

Die Tat und der Tod des Hertha-Fans hatten bundesweit Bestürzung ausgelöst: Hansa-Vorstandschef Robert Marien reagierte nach dem Bekanntwerden des Verbrechens bestürzt: „Man kann den Angehörigen nur Beileid wünschen und hoffen, dass die Polizei in ihren Ermittlungen schnell vorankommt.“ Auch die Berliner Innensenatorin Iris Spranger und MV-Innenminister Christian Pegel (SPD) verurteilten die Tat, Gewalt im Sport. Pegel sagte zudem: „Darauf, dass es unter Fußballfans auch gewaltbereite gibt, ist unsere Polizei eingestellt und muss sich darauf bedauerlicherweise einstellen. Sie begleitet lageangepasst jedes Heimspiel des FC Hansa mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.“

Fans des FC Hansa und Hertha BSC gelten als verfeindet

Die Fans des FC Hansa und von Hertha BSC gelten seit Jahren als verfeindet. Immer wieder kam es zu Gewalt zwischen den Lagern – zuletzt beim DFB-Pokal-Aufeinandertreffen beider Mannschaften 2017 im Ostseestadion. Auslöser damals soll eine Messerattacke Berliner Fans auf einen Hansa-Fan in Berlin gewesen sein. Die Polizei fürchtet, dass der Tod des 55-Jährigen eine neue Welle der Gewalt zwischen den Fan-Lagern auslösen könnte – insbesondere beim Spiel des FC Hansa gegen den Karlsruher SC. Die Karlsruher sind nämlich mit Hertha eng befreundet.

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