Naturpark

Karow: Trauer um Forscher Wolfgang Mewes – „Er hat bis zuletzt noch Kraniche gezählt“

Ein Kranich fliegt über einem abgeerntetem Maisfeld.

Ein Kranich fliegt über einem abgeerntetem Maisfeld.

Karow. Wolfgang Mewes ist tot. Der Biologielehrer und Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Kranichstudien und -bücher ist am 20. Oktober gestorben, wie eine Sprecherin seiner Familie am Sonntag sagte. Mewes wurde 79 Jahre alt. Am 12. November ist am Sitz des Naturparks in Karow (Ludwigslust-Parchim) eine Gedenkfeier geplant.

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Der Mecklenburger, der in Karow bei Plau lebte, war nach 1990 Mitbegründer und erster Leiter des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, der zu den größten im Norden Deutschlands gehört. Mewes war ebenfalls einer der Begründer der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland und jahrelang deren Sprecher. Er sorgte zudem dafür, dass in Groß Mohrdorf bei Stralsund das bundesweite Kranichinformationszentrum entstand.

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Bei Mewes flossen Zahlen über Verbreitung, Nachwuchssituation und die Züge der Graukraniche in Deutschland und Europa zusammen. „Er hat noch bis zuletzt die Kraniche gezählt, die jetzt ihren Zug in ihre Überwinterungsgebiete begonnen haben“, sagte die Sprecherin der Familie. Von etwa 10 000 Brutpaaren des Graukranichs in Deutschland leben etwa 5000 Kranichpaare in Mecklenburg-Vorpommern, 2750 in Brandenburg und 1500 in Niedersachsen.

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Von OZ

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