Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach Attacken auf Erdölpumpstationen: Mitgliedern von Klimagruppe droht Freiheitsstrafe

Die Attacken auf die Erdölpumpstationen sollen sich seit Anfang 2022 vor allem in Lindenhof bei Demmin und Glantzhof bei Strasburg in Vorpommern-Greifswald ereignet haben.(Polizei Symbolfoto)

Die Attacken auf die Erdölpumpstationen sollen sich seit Anfang 2022 vor allem in Lindenhof bei Demmin und Glantzhof bei Strasburg in Vorpommern-Greifswald ereignet haben.(Polizei Symbolfoto)

Neubrandenburg/Lubmin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Beschuldigte im Zusammenhang mit Attacken von Mitgliedern der Klimaschutzgruppe „Letzte Generation“ auf Erdölpumpstationen in Mecklenburg-Vorpommern. Es geht um zwölf Verfahren, wie ein Sprecher in Neubrandenburg am Mittwoch mitgeteilt. In den meisten Fällen werde zwei Beschuldigten die Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen.

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Die Fälle sollen sich seit Anfang 2022 vor allem in Lindenhof bei Demmin und Glantzhof bei Strasburg in Vorpommern-Greifswald ereignet haben. Dort verläuft seit Jahrzehnten eine Erdölleitung vom Ölhafen in Rostock ins brandenburgische Schwedt, die wegen des Erdölembargos Deutschlands die Raffinerie dort versorgen soll - statt der unterirdischen Druschba-Ölleitung aus Russland.

„Letzte(r) Generation“ droht eine Freiheitsstrafe

Zu den verdächtigen Aktivisten, die den Angaben zufolge die Leitungen blockieren wollten, gehören zwei 66 und 72 Jahre alte Männer aus Bayern, die bei Demmin gefasst worden waren. Den Beschuldigten droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gruppe „Letzte Generation“ war unter anderem immer wieder mit Autobahnblockaden in Berlin aufgefallen.

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Die Polizei hatte ihre Kontrollen der „kritischen Infrastruktur“ nach den Vorfällen verstärkt. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums hatte erklärt, die Energie- und Verteilanlagen würden zusätzlich bei Streifen kontrolliert. Im Osten Deutschlands gibt es mehrere Erdöl- und Erdgasleitungen, darunter in Lubmin.

Von dpa/OZ

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